Ein Drohnenfoto des touristischen Kais des Baiyangdian-Sees. (Foto vom 7. September, Xing Guangli/Xinhua)

Nachdem China 2017 den Bau der Xiong'an New Area angekündigt hatte, seien dort bis heute bereits Investitionen in Gesamthöhe von 400 Milliarden Yuan (57,55 Milliarden US-Dollar) abgeschlossen worden, verkündete der oberste Wirtschaftsplaner des Landes am Dienstag. Im Rahmen des Bausder Xiong'an New Area könnten nun etwa 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, in der Hochsaison sogar bis zu 200.000, sagte Cao Yuanmeng, ein Beamter der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), auf einer Pressekonferenz.

Das neue Gebiet erstreckt sich über die Kreise Xiongxian, Rongcheng und Anxin in Hebei und beherbergt dazu auch noch Baiyangdian, ein wichtiges Feuchtgebiet in Nordchina. Bei der Wiederherstellung des ökologischen Umfelds seien bereits große Fortschritte erzielt worden: So habe sich die Wasserqualität in Baiyangdian von Grad V (der niedrigsten Stufe des fünfstufigen chinesischen Wasserbewertungssystems) mittlerweile auf Grad III verbessert, so Cao.

Das neue Gebiet liegt etwa 100 Kilometer südwestlich von Beijing und wird dazu beitragen, die koordinierte Entwicklung der Region Beijing-Tianjin-Hebei voranzutreiben. Das Gebiet wurde als wichtiger Standort zur Ausübung von Funktionen konzipiert, die für Beijings Rolle als Chinas Hauptstadt nicht notwendig sind. Außerdem soll es als Testzone für ein neues Entwicklungsmodell für dicht besiedelte Gebiete dienen.