Chinas verarbeitendes Gewerbe hat in den letzten zehn Jahren große Fortschritte erzielt. Sein Anteil an der weltweiten Produktionsleistung erreichte im vergangenen Jahr fast 30 Prozent, was Experten und Regierungsvertretern zufolge Chinas entscheidende Rolle bei der Sicherung der globalen Industrie- und Lieferketten verdeutlicht.

Diese Einschätzungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Chinas oberste Industrieaufsichtsbehörde erklärte, sie werde weiter daran arbeiten, den Anteil des verarbeitenden Gewerbes am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu stabilisieren und die Anstrengungen zur Beschleunigung der industriellen Modernisierung zu verstärken.

Wang Wei, Leiter der Planungsabteilung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), sagte, dass der Anteil des verarbeitenden Gewerbes in China weltweit von 22,5 Prozent im Jahr 2012 auf fast 30 Prozent im Jahr 2021 gestiegen sei. Somit halte China den Titel als größtes produzierendes Land der Welt. Der Produktionswert des Landes stieg im vergangenen Jahr auf 31,4 Billionen Yuan, verglichen mit 16,98 Billionen Yuan im Jahr 2012.

China verfüge über die umfassendsten Industriekategorien und das umfassendste Industriesystem der Welt. Dieses zeichne sich durch führende Systeme zur Unterstützung der Industriekette, einer starken Widerstandsfähigkeit und ein großes Potenzial aus, so Wang.

Auch die Qualität der Produkte habe sich sprunghaft verbessert. In den letzten 10 Jahren stieg der Exportwert von Chinas technologieintensiven mechanischen und elektrischen Produkten und Hightech-Gütern von 7,4 Billionen Yuan bzw. 3,8 Billionen Yuan im Jahr 2012 auf 12,8 Billionen Yuan bzw. 6,3 Billionen Yuan im Jahr 2021, so das Ministerium. Die Zahl der Industrie- und Informationstechnologie-Marken, die in den Top 500 der Welt aufgeführt sind, stieg gleichzeitig von 10 auf 24.

„China steht bei der Produktion von mehr als 40 Prozent der 500 wichtigsten Industrieprodukte weltweit an erster Stelle", sagte Wang und fügte hinzu, dass Produkte der mittleren und oberen Preisklasse aus China - wie Smartphones, intelligente Fernsehgeräte, energiesparende Kühlschränke, intelligente Waschmaschinen und Automobile – mittlerweile im täglichen Leben der Menschen präsent seien.

Die Unternehmen verstärken auch ihre Bemühungen, ihre Forschungs- und Entwicklungskapazitäten (F&E) zu verbessern: Inzwischen haben es mehr als 570 chinesische Industrieunternehmen auf die Liste der 2.500 weltweit führenden Unternehmen in Bezug auf ihre F&E-Investitionen geschafft.

„Wir haben 23 nationale Innovationszentren für die verarbeitende Industrie eingerichtet und den Aufbau von 125 grundlegenden öffentlichen Dienstleistungsplattformen für Industrietechnologie unterstützt", erklärte Wang.

Liu Wenqiang, stellvertretender Leiter des in Beijing ansässigen China Center for Information Industry Development, sagte: „Der Übergang Chinas von einer Produktionshochburg zu einem durch Innovation angetriebenen Zentrum für intelligente Produktion wird dazu beitragen, die Stabilität der globalen Industrie- und Lieferketten zu sichern."

Nach Angaben des MIIT wird China seine Mittel aufstocken, um den Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP des Landes zu stabilisieren. Im zweiten Quartal lag der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP bei 28,8 Prozent - gegenüber 26,3 Prozent Ende 2020.