Das Foto vom 13. Juni 2022 zeigt Wasser, das aus einem Tor des Wasserkraftwerks Shuikou in der südostchinesischen Provinz Fujian herausschießt. Das chinesische Ministerium für Wasserressourcen hat am 12. Juni Notfallmaßnahmen der Stufe IV zur Hochwasserbekämpfung eingeleitet, da in den kommenden Tagen schwere Regenfälle im Süden des Landes erwartet werden. (Foto: Xinhua)

Nach den jüngsten heftigen Regenfällen werde sich das zweite Hochwasser am Beijiang-Fluss im Becken des Zhujiang (Perlfluss) zu einer großen Überschwemmung entwickeln, ein viertes Hochwasser am Xijiang-Fluss sei wahrscheinlich, so das Ministerium für Wasserressourcen. Maßnahmen wie die wissenschaftliche Kontrolle der Haupt- und Nebenflüsse, die Hochwasserkontrolle und die Verringerung des Hochwasserscheitels seien in vollem Gange.

Der Wasserstand im Einzugsgebiet des Zhujiang steige weiter an und werde sich noch eine ganze Weile auf hohem Niveau halten. Die Situation beim Hochwasserschutz sei derzeit äußerst schwierig und komplex, erklärte das Ministerium.

Viele Teile der südchinesischen Provinz Guangdong sind von Naturkatastrophen wie sintflutartigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht worden. Bis Montag waren insgesamt 479.600 Menschen in Shaoguan, Heyuan, Meizhou, Zhaoqing und Qingyuan von den Überschwemmungen betroffen. 27,13 Hektar Anbaufläche wurden beschädigt, 1.729 Häuser stürzten ein und es entstand ein direkter wirtschaftlicher Schaden von 1,756 Milliarden Yuan (261.480.692 US-Dollar).

Meteorologischen Statistiken zufolge erreichte die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Norden Guangdongs vom 13. bis 20. Juni 301,7 Millimeter, 2,4-mal mehr als im gleichen Zeitraum in der Vergangenheit.

Das Hauptquartier für Hochwasser-, Dürre- und Windschutz in der Provinz Guangdong beschloss am Dienstag, die Katastrophenschutzstufe von II auf I anzuheben.

Qingyuan, Yingde und Yangshan teilten mit Stand vom Dienstagabend mit, dass der Unterricht in einigen Grundschulen und Kindergärten am Mittwoch ausfallen soll.

In den Nachbarregionen Guangdongs, darunter das autonome Gebiet

Guangxi der Zhuang-Nationalität sowie die Provinzen Hunan und Jiangxi, kommt es seit dem 17. Juni zu anhaltenden starken Regenfällen.

Li Guoying, stellvertretender Befehlshaber des Hauptquartiers für Nationale Verteidigung und Minister für Wasserressourcen, führte ein Videogespräch mit der Provinzregierung von Guangdong, der Abteilung für Wasserressourcen und dem Perlfluss-Wasserressourcenausschuss des Ministeriums für Wasserressourcen, um die Hochwassersituation zu analysieren und zu beurteilen.

Li forderte die beteiligten Abteilungen auf, weiterhin wissenschaftliche und präzise Vorkehrungen für den Hochwasserrückhalt, die Verringerung von Hochwasserspitzen und die Verlagerung von Haupt- und Nebenflüssen zu treffen, insbesondere für das Datengxia-Wasserschutzprojekt, und jeden Kubikmeter Speicherkapazität sinnvoll zu nutzen, um Hochwasserspitzen am Xijiang und Beijiang zu vermeiden. Gleichzeitig sollten die Abteilungen die Möglichkeit weiterer Stürme und Überschwemmungen in Zukunft in Betracht ziehen und die Regulierung der Stauseen und ihre Gegenmaßnahmen im Voraus vorbereiten.