In einer am Montag von dem internationalen Mischkonzern 3M veröffentlichten weltweiten „Umfrage zum Stand der Wissenschaft“ wurde festgestellt, dass das Vertrauen in die Wissenschaft und Wissenschaftler allgemein derzeit unter Chinesen am höchsten ist.

Rund 97 Prozent der Befragten in China gaben an, dass sie Vertrauen in die Wissenschaft haben, verglichen mit 90 Prozent weltweit. 92 Prozent der Befragten gaben an, dass sie mehr von Wissenschaftlern über ihre Arbeit hören wollen (gegenüber 83 Prozent weltweit), heißt es im „3M State of Science Index 2022“.

Im Rahmen der Umfrage, die zwischen September und Dezember letzten Jahres durchgeführt wurde, wurden 1.000 Erwachsene in 17 Ländern, darunter Australien, Brasilien, Frankreich, Indien und die Vereinigten Staaten, zu allen Themen befragt, von der allgemeinen Wahrnehmung der Wissenschaft bis hin zu wissenschaftlicher Bildung und Karrieremöglichkeiten.

„Wissenschaft und Wissenschaftler genießen in China ein hohes Ansehen, selbst in der Zeit nach der Pandemie, und das verheißt Gutes für die Zukunft“, sagte Jack Xiong, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von 3M China. „Mehr als 90 Prozent der chinesischen Bürger sind der Meinung, dass sie in Zukunft stärker als je zuvor auf wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen sein werden, und sie sind begeistert von zukünftigen Innovationen, einschließlich künstlicher Intelligenz und Automobilität.“

Die Mehrheit der Befragten in China zeigte sich der Meinung, dass es negative Folgen für eine Gesellschaft habe, wenn die Menschen keinen Wert auf die Wissenschaft legten (92 Prozent gegenüber 83 Prozent weltweit). Wenn die Menschen den Nachrichten über die Wissenschaft nicht trauen würden, könne dies schwerwiegende Folgen haben – wie zum Beispiel Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, größere Spaltungen innerhalb der Gesellschaft und eine Verschärfung des Klimawandels.

Gleichzeitig glauben fast alle chinesischen Befragten, dass es für Studenten Hindernisse gibt, wenn sie eine MINT-Ausbildung anstreben (93 Prozent gegenüber 84 Prozent weltweit). „MINT“ steht für Mathematik, Informatik (oder Ingenieurwesen), Naturwissenschaften und Technik.

Etwa 94 Prozent der chinesischen Befragten sind der Meinung, dass die Arbeitswelt mehr qualifizierte Fachkräfte benötigt. Die Mehrheit von ihnen glaubt, dass Berufs- oder Handelsschulen ihnen die nötige Ausbildung für eine erfolgreiche Karriere vermitteln können.