China vereinfacht mit erleichterten Visa-Regeln für ausländische Besucher die Einreise und verkürzt die Quarantänezeiten für internationale Reisende. Zudem haben mehrere Städte die Regeln für Inlandsreisen gelockert.

Archivfoto von Xinhua

Um die Auswirkungen der COVID-19-Kontrollen auf den internationalen Austausch und auf die Mobilität im Inland zu mindern, haben mindestens acht chinesische Städte die zentralisierten Quarantänezeiten, die internationale Reisende nach ihrer Ankunft in China wahrnehmen müssen, verkürzt und einige Städte haben die Regularien für Inlandsreisende aus zuvor von COVID-19 betroffenen Städten gelockert.

Nach einigen anderen Städten hat zuletzt Nanjing vor fast zwei Wochen eine neue Quarantäne-Regel beschlossen und in Kraft gesetzt. Die Stadt in der Provinz Jiangsu hat die zentrale Quarantänezeit für internationale Einreisende auf sieben Tage zentralisierte Quarantäne halbiert. Die Regelung zur zusätzlichen siebentägigen häuslichen Quarantäne bleibt in Kraft. Damit folgt Nanjing den Städten Wuxi und Changzhou in Jiangsu, die dieselben Regularien eingeführt haben. Andere Städte wie Beijing und Wuhan in Hubei, haben die 7+7-Regelung für die Quarantäne von internationalen Einreisenden versuchsweise eingeführt.

Bei Ankunft in den Städten Chengdu in Sichuan, Xiamen in Fujian und Ningbo in Zhejiang gilt für internationale Reisende eine 10-tägige Quarantäne nach der Ankunft. In mehreren anderen Städten, darunter Guangzhou, Qingdao und Xi'an, gilt für internationale Besucher weiterhin die 14-tägige zentralisierte Quarantäne.

Als weitere Maßnahme zur Erleichterung der Einreise nach China haben die chinesischen Botschaften in mehreren Ländern, darunter Frankreich, Nigeria und Indonesien, die Verfahren zur Beantragung von Visa für Ausländer vereinfacht. Wer nach China kommt, um dort zu arbeiten und von den zuständigen chinesischen Behörden eine entsprechende Genehmigung erhalten hat, muss bei der Beantragung eines Arbeitsvisums kein Einladungsschreiben vorlegen. Auch Familienangehörige mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind von der Vorlage eines Einladungsschreibens befreit, wenn sie ihre in China arbeitenden Verwandten besuchen wollen. Diese Bestimmungen der Botschaften traten am Montag in Kraft.

Weitere Schritte auf dem Weg zur Minderung der Folgen durch die COVID-19-Maßnahmen werden international und im Inland eingeleitet. Die chinesische Zivilluftfahrtbehörde teilte am vergangenen Freitag mit, dass sie mit einigen Ländern über die schrittweise Ausweitung des regulären internationalen Passagierflugverkehrs verhandelt.

Innerhalb Chinas beginnen einige Städte damit, die Sicherheitsvorkehrungen für Reisende aus COVID-19-Hochrisikogebieten wie zuletzt Beijing und Shanghai zu lockern. Vor kurzem haben mehrere Städte in der Provinz Jiangsu den täglichen Pendelverkehr von und nach Shanghai wieder aufgenommen und die Quarantänemaßnahmen für Reisende aus der benachbarten Millionenstadt gelockert. Städte wie Nanjing, Wuxi und Yangzhou haben sogar die kollektive Quarantäne für Reisende aus den Gebieten mit geringem Risiko in Shanghai aufgehoben und fordern sie lediglich auf, sich nach ihrer Ankunft regelmäßig testen zu lassen.

Auch für Reisende aus Beijing haben einige Städte Maßnahmen ergriffen, die sich stärker an den regionalen Situationen orientieren und einen pauschalen Ansatz vermeiden. So teilte etwa die Gesundheitsbehörde von Chengdu der Global Times mit, dass seit dem 13. Juni für Reisende aus dem Chaoyang-Bezirk, dem Epizentrum des jüngsten Ausbruchs in der Hauptstadt, eine siebentägige Quarantäne zu Hause gelten soll, während Beijinger aus anderen Stadtgebieten frei reisen können. Städte wie Chongqing und Xi'an folgten diesem Beispiel mit strengeren Vorschriften nur für Reisende aus dem Chaoyang-Distrikt.