Dorfbewohner trocknen Kakipflaumen im Kreis Fuping in der Provinz Shaanxi. (Xinhua, 24. Oktober 2021)

Angesichts der COVID-19-Pandemie und regionaler Konflikte wird das Thema Entwicklung auf der internationalen Agenda immer mehr an den Rand gedrängt. Die von China vorgeschlagene Globale Entwicklungsinitiative hat nach Ansicht von Diplomaten und führenden Vertretern internationaler Organisationen die Hoffnung in Ländern auf der ganzen Welt auf die Verwirklichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen neu entfacht.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping, der die Initiative letzten September bei den Vereinten Nationen vorgeschlagen hatte, wird am Freitag den Vorsitz des hochrangigen Dialogs über globale Entwicklung führen. Neben ihm werden Staats- und Regierungschefs aus Schwellen- und Entwicklungsländern an einer Diskussion über die globale Entwicklung teilnehmen, um die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu verstärken.

Die Initiative sei „eine vielversprechende Antwort auf die Forderung nach einem Jahrzehnt des Handelns“, um die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu fördern, sagte Siddharth Chatterjee, der residierende UN-Koordinator in China, am Montag in Beijing auf einer Veranstaltung anlässlich der Vorstellung des Globalen Entwicklungsberichts.

Chatterjee sagte, die Welt stehe heute vor tiefgreifenden, wachsenden und miteinander verknüpften Herausforderungen wie einer anhaltenden Pandemie, der Klimakrise, Konflikten, einer fragilen und ungleichmäßigen wirtschaftlichen Erholung, wachsender Inflation, Armut und Hunger sowie zunehmender Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern. „Chinas verantwortungsvolle Führung in dieser kritischen Zeit ist willkommen“, fügte er hinzu.

Die Globale Entwicklungsinitiative ist eine Initiative zur Unterstützung der Entwicklungsländer, zur Förderung der globalen wirtschaftlichen Erholung in der Zeit nach der Pandemie und zur Stärkung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Der Bericht, der vom Center for International Knowledge on Development in Beijing herausgegeben wurde, gibt einen Überblick über die Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sowie die weiterhin bestehenden Herausforderungen. Er enthält außerdem politische Empfehlungen für die Umsetzung der Agenda 2030.

Chinas Außenminister Wang Yi sagte in seiner Ansprache auf der Veranstaltung am Montag per Videolink, dass die Initiative, die darauf abziele, die Umsetzung der Agenda 2030 zu beschleunigen und eine stärkere, grünere und gesündere globale Entwicklung zu fördern, „von mehr als 100 Ländern sehr positiv aufgenommen und stark unterstützt“ worden sei.

„Die Globale Entwicklungsinitiative ist ein Aufruf, der darauf abzielt, der Entwicklung mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sie wieder in den Mittelpunkt der internationalen Agenda zu rücken“, sagte Wang. „Sie bietet einen 'schnellen Weg' zur Förderung der Entwicklung sowie eine effektive Plattform für alle Parteien, um die Entwicklungspolitik zu koordinieren und die praktische Zusammenarbeit zu vertiefen.“

Wang wies darauf hin, dass China ein konsequenter Verfechter der globalen Entwicklungszusammenarbeit sei. „Wir werden uns weiterhin für einen echten Multilateralismus und einen offenen und integrativen Geist der Partnerschaft einsetzen und aktiv Fachwissen und Erfahrungen im Bereich der Entwicklung austauschen. Wir sind bereit, mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um die Globale Entwicklungsinitiative umzusetzen, die Anstrengungen zur Umsetzung der Agenda 2030 zu verstärken und eine globale Entwicklungsgemeinschaft aufzubauen.“

Hassane Rabehi, der algerische Botschafter in China, sagte, die Initiative sei ein echter Ausdruck von Chinas vollem Engagement für den Multilateralismus und eine Demonstration seiner aktiven und führenden Rolle in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zudem handele es sich um einen allgemeinen Aufruf der Entwicklungsländer zu einer gemeinsamen Entwicklung.

„Die Globale Entwicklungsinitiative ist Chinas Vorschlag zur Lösung der Probleme und Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Sie legt den Schwerpunkt auf Frieden und Entwicklung, verringert das Entwicklungsgefälle zwischen dem Norden und dem Süden, konkretisiert das Konzept der Menschenrechte und fördert das Wohlergehen der Menschen“, sagte Rabehi.

Der ägyptische Botschafter in China, Mohamed Elbadri, wies darauf hin, dass das Timing der Initiative von entscheidender Bedeutung sei. Er sei der festen Überzeugung, dass die Globale Entwicklungsinitiative einen wichtigen Beitrag zu den gemeinsamen Bemühungen um die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung leisten werde und eine hervorragende, integrative und transparente Plattform für den Austausch bewährter Verfahren und einschlägiger Erfahrungen darstelle, um diese Ziele zu erreichen.