Nach Angaben von Chinas Seuchenschutzbehörde plant das Land die Möglichkeit einer vierten Impfung im Land. Dazu könnte auch ein Kombinationsimpfstoff verabreicht werden.

Ein medizinischer Angestellter bereitet eine Auffrischungsimpfung des Covid-19-Impfstoffs in einem Gemeindezentrum im Bezirk Tianxin in Changsha in der zentralchinesischen Provinz Hunan vor, 26. Oktober 2021. Foto: Xinhua.

In einem Online-Live-Interview am Sonntag erklärte der Leiter des chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC), Gao Fu, dass die Verbesserung des Impfstoffs der nächste Schritt in der weltweiten wissenschaftlichen Reaktion auf Covid-19 sei. Es werde noch geprüft, ob China eine vierte Dosis des Impfstoffs auf den Markt bringen oder sich für Kombinationsimpfstoffe aussprechen werde, sagte er.

Angesichts der aktuellen Mutation des Virus und der Impfdurchbrüche in der Bevölkerung sei die Aufrüstung des Impfstoffs einer der nächsten Schritte im Kampf gegen Covid-19, so Gao. Sowohl Sinopharm als auch Sinovac hätten neue inaktivierte Impfstoffe gegen die Omikron-Variante in der klinischen Erprobung, so Gao. Der rekombinante Proteinimpfstoff ZF2001 seines Teams befinde sich in intensiver Entwicklung, einige Daten seien bereits veröffentlicht worden.

Zuvor hatte Zhifei Longcom, der Hersteller des Impfstoffs ZF2001, ermutigende Daten veröffentlicht, aus denen hervorging, dass die Impfung sechs Monate lang nach Abschluss der Grundimmunisierung zu 75,7 Prozent gegen symptomatische und zu 87,6 Prozent gegen schwere bis kritische Covid-19-Fälle wirksam ist.

Die Erforschung von Medikamenten sei auch der nächste Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten, sagte Gao. In Anbetracht der aktuellen Situation in China sei eine energische Förderung der Impfung notwendig, insbesondere für diejenigen, die noch nicht geimpft sind und noch ihre Grundimmunisierung abschließen müssten, sagte Gao.

Die Notwendigkeit einer vierten Dosis nach der bereits verabreichten Auffrischungsimpfung werde in China noch geprüft. Auf die Frage, ob China als nächsten Schritt die Verabreichung von Mischimpfstoffen in der Öffentlichkeit fördern werde, erklärte der Experte, dass das Wichtigste die kontinuierliche Impfung sei, nicht die Art des Impfstoffs.

Es gebe einige Leute, die das Konzept der sequenziellen Impfung missverstehen würden. „Aufgrund einer irreführenden Übersetzung denken Leute, dass sequenzielle Impfung bedeutet, dass verschiedene Arten und technische Wege von Impfstoffen gemischt werden müssen. In Wirklichkeit bedeutet der Begriff in erster Linie eine kontinuierliche Impfung“, erklärte Gao.

Er betonte jedoch auch, dass frühere wissenschaftliche Studien bewiesen hätten, dass sich die Kombination von Impfstoffen verschiedener technischer Entwicklungen positiv auf die menschliche Immunität auswirkt.