Fertigung in Shenyang: Werk Tiexi des Unternehmens BMW Brilliance Automotive Ltd. in Shenyang, Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Liaoning.

Ausländische Unternehmen, die in China tätig sind, werden ihre Investitionen in diesem Jahr voraussichtlich weiter ausbauen, da viele Länder weltweit angesichts des Russland-Ukraine-Konflikts, hoher Inflationsraten und einer sich verlangsamenden wirtschaftlichen Erholung mit Unsicherheiten zu kämpfen haben.

Durch den Aufbau eines einheitlichen Binnenmarktes, der alle Produktions- und Ressourcenelemente – Kapital, Technologie und Energie – umfasse, werde China weitere Hindernisse für den Fluss von Produktionsfaktoren beseitigen, so Bai Ming, stellvertretender Direktor für internationale Marktforschung an der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Beijing. Außerdem würden dadurch die Transaktionskosten gesenkt und ein fairer Wettbewerb gewährleistet, was in- und ausländische Unternehmen dazu ermutigen werde, im ganzen Land zu investieren, so Bai weiter.

Dank der vollständigen Industrieketten des Landes, der politischen Unterstützung und des stabilen Geschäftsumfelds stiegen die ausländischen Direktinvestitionen auf dem chinesischen Festland nach Angaben des Handelsministeriums im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 Prozent auf ein Rekordhoch von 1,15 Billionen Yuan (162 Mrd. Euro).

Skechers, ein in den USA ansässiger Hersteller von Sport- und Freizeitschuhen und -bekleidung, wird in den kommenden Jahren in ganz China neue Geschäfte in kleineren Städten eröffnen und zusätzliche Investitionen in Bekleidung und Kinderprodukte tätigen. In der zweiten Jahreshälfte wird Skechers mit dem Bau der zweiten Phase seines Logistikzentrums in Taicang in der Provinz Jiangsu beginnen und seinen neuen chinesischen Hauptsitz in Shanghai in Betrieb nehmen.

„Wir sind zuversichtlich, was den chinesischen Markt angeht“, sagte Willie Tan, Geschäftsführer von Skechers in China, Südkorea und Südostasien.

Vivian Tu, Marketingleiterin von Philips Domestic Appliances Greater China, sagte, dass der Haushaltsgerätesektor, der durch den Trend zur Heimarbeit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie etwas angekurbelt wurde, das Potenzial habe, stärker als bisher zu wachsen und neue Möglichkeiten biete, da die Verbrauchernachfrage diversifizierter und individueller geworden sei.

„Wir werden das Forschungsteam in unserem Innovationszentrum in Suzhou erweitern, um uns in den nächsten fünf Jahren auf fortschrittliche Technologien wie Robotik, das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz zu konzentrieren. Diese Technologien werden Haushaltsgeräteindustrie dank der fortschreitenden Digitalisierung neue Impulse geben“, sagte Tu.

Henkel China, ein deutscher Chemie- und Konsumgüterhersteller, hat am 15. April die Produktion in Changchun in der Provinz Jilin wieder aufgenommen und stellt Produkte für Schlüsselindustrien wie die Metall-, Automobil- und Eisenbahnindustrie her. Die beiden Werke in Shanghai wurden in die „weiße Liste“ für die Wiederaufnahme der Produktion im Rahmen eines geschlossenen Kreislaufs aufgenommen und planen eine Ausweitung der Produktionskapazitäten, sobald die Bedingungen dies zulassen.