Die Olympischen Winterspiele 2022 in Beijing haben mit Stand vom 30. September 2021 98 Prozent ihrer Verpflichtungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung erfüllt, wobei die Kohlenstoffemissionen während der Spiele vollständig neutralisiert werden sollen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht, der den von den westlichen Medien verbreiteten Hype um die Umweltkosten der Veranstaltung und die angeblichen Schwierigkeiten bei der Überprüfung der Verpflichtungen entkräftet.

Das Nationale Eisschnelllauf-Oval, das sogenannten Eisband, gilt als Beispiel dafür, wie China sein Versprechen einlöst, grüne Spiele auszurichten. (Foto von VCG)

Branchenbeobachter sagten, die Spiele hätten nicht nur ein besonderes Gewicht bei der Präsentation von Chinas Umweltversprechen, sondern würden auch zu grüneren Sportveranstaltungen führen, da die internationale Gesellschaft Kohlenstoffspitzenwerte und Neutralität als Entwicklungsziele priorisiert habe.

Dem Bericht mit dem Titel „Sustainable Development (Pre-competition)“ zufolge hat China bei der Erfüllung seiner Verpflichtungen zur nachhaltigen Entwicklung bereits beachtliche Ergebnisse erzielt. So erfüllen alle Stadien die Standards für grüne Architektur, die durchschnittliche PM2,5-Konzentration in Beijing wird im Jahr 2022 um 45 Prozent niedriger sein als 2012.

Der Bericht, in dem Chinas nachhaltige Verpflichtungen, die Umsetzung der Pläne und die neuesten Entwicklungen in Bereichen wie Umweltschutz, regionale Entwicklung und sozialer Fortschritt dargelegt werden, wurde am Donnerstag auf einer Pressekonferenz des Informationsbüros des Staatsrats veröffentlicht.

„Die Olympischen Winterspiele in Beijing achten strikt auf ein kohlenstoffarmes Management. In den vier Eisstadien für die Spiele werden neue Sorten von Kohlendioxid-Kältemitteln verwendet, und alle Stadien werden vollständig mit Ökostrom betrieben“, sagte Li Sen, Generaldirektor der Generalplanungsabteilung des Beijinger Organisationskomitees für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022, auf der Pressekonferenz.

Schätzungsweise 400 Millionen Kilowattstunden Ökostrom werden von Juni 2019 bis zum Ende der Paralympischen Winterspiele an den olympischen Austragungsorten in Beijing, im Stadtbezirk Yanqing und in Zhangjiakou in der nordchinesischen Provinz Hebei verbraucht werden.

Das entspricht dem Verzicht auf die Verbrennung von 128.000 Tonnen Standardkohle und einer Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 320.000 Tonnen, so die Beamten. Laut Li wird China auch ein kohlenstoffarmes Verkehrssystem einführen, bei dem mehr als 80 Prozent der während der Spiele eingesetzten Fahrzeuge energieeffiziente und mit sauberen Energien betriebene Fahrzeuge sein werden.

Der chinesische Präsident Xi Jinping besichtigte am 4. Januar die Austragungsorte der Spiele, einen Monat vor der Eröffnungsfeier. Bei seinem Besuch im Nationalen Eisschnelllauf-Oval, dem sogenannten Eisband, stellte Xi die Idee vor, eine grüne, integrative, offene und saubere Winterolympiade zu schaffen. Das Eisband, die einzige Arena, die für die Spiele neu errichtet wurde, gilt als Beispiel dafür, wie China sein Versprechen einlöst, grüne Spiele auszurichten.