Schüler beim Mittagessen in einer Grundschule in der Gemeinde Pozhang in der südwestchinesischen autonomen Region Tibet. (Foto: Xinhua)

Der Gesundheitszustand chinesischer Kinder hat sich in den letzten Jahren dank erschwinglicherer Dienstleistungen an der Basis verbessert. Dies sagte ein Gesundheitsbeamter am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Die Säuglingssterblichkeitsrate des Landes sei auf 5,4 pro 1.000 gesunken, und die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter 5 Jahren liege bei 7,5 pro 1.000, sagte Song Li, Direktorin der Abteilung für Mütter- und Kindergesundheit bei der Nationalen Gesundheitskommission.

Sie fügte hinzu, dass die Rate der Wachstumsverzögerung bei Kindern unter 6 Jahren auf unter sieben Prozent gesunken sei und der Anteil der untergewichtigen Kinder in dieser Altersgruppe jetzt unter fünf Prozent liege.

„Die wichtigsten Barometer für die Bewertung der Gesundheit von Kindern in China sind damit höher als der Durchschnitt in anderen Ländern auf der Welt, die als Länder mit mittlerem Einkommen im oberen Bereich klassifiziert werden“, sagte sie bei einem Briefing des Presseamtes des Staatsrats.

Am Montag hat die chinesische Regierung einen Plan für öffentliche Dienstleistungen für den Zeitraum des 14. Fünfjahresplans (2021-25) veröffentlicht. Darin wird zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, um die ausreichende Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen für Kinder und Menschen mit medizinischen Bedürfnissen sicherzustellen.

Song sagte, dass die Kommission sich bemühen werde, ein vollständiges Netzwerk für die pädiatrische Gesundheitsversorgung aufzubauen, welches auf einer Reihe von Einrichtungen der medizinischen Grundversorgung basieren soll.

Sie fügte hinzu, dass mehr Anstrengungen unternommen werden sollen, um die wichtigsten Gesundheitsprobleme von Kindern anzugehen, darunter Geburtsfehler, Fettleibigkeit, Anämie, Sehschwäche, Wirbelsäulenverkrümmung, Autismus und Hörstörungen.

„Früherkennung, Diagnose und Intervention werden weiter gefördert“, sagte Song.

Song erklärte, dass erschwingliche und staatlich subventionierte Kinderbetreuungsdienste in den nächsten Jahren ausgeweitet werden sollen, um der steigenden Nachfrage seitens der Bevölkerung gerecht werden zu können.

„Das Ziel ist es, die Zahl der Kinderbetreuungsplätze pro 1.000 Einwohner auf 4,5 zu erhöhen“, erklärte Song.

Yang Wenzhuang, Leiter der Abteilung für Bevölkerungsüberwachung und Familie der Kommission, hatte in einem früheren Interview gesagt, dass es in ganz China etwa 42 Millionen Kleinkinder unter drei Jahren gebe, von denen ein Drittel dringend eine Kinderbetreuung benötige.

Der Anteil der Kinder in dieser Altersgruppe, die Kindertagesstätten besuchen, liege jedoch nur bei etwa 5,5 Prozent, was auf eine große Kluft zwischen Angebot und Nachfrage hinweise, analysierte Yang.