In letzter Zeit haben einige Politiker in den USA und westlichen Ländern einen „diplomatischen Boykott“ der Olympischen Winterspiele in Beijing propagiert. Nach den olympischen Regeln müssen Politiker, die an den Spielen teilnehmen wollen, zunächst von den olympischen Komitees ihrer Länder eingeladen werden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Als Gastgeberland hat China nicht vor, Politiker einzuladen, die den „Boykott“ der Spiele in Beijing befürworten.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, reagierte am Montag auf die mögliche Entscheidung des Weißen Hauses, dass weder US-Präsident Joe Biden noch andere Vertreter der US-Regierung an den Winterspielen in Beijing teilnehmen werden. Dies soll bis Ende des Monats bekannt gegeben werden.

Die Olympischen Winterspiele seien ein großartiges Ereignis für Athleten und Wintersportfans aus aller Welt und keine Bühne für politische Manipulationen. Ihr Erfolg hänge nicht davon ab, ob Vertreter eines bestimmten Landes teilnehmen oder nicht, sagte Wang.

Die „Boykotte“ der USA und bestimmter Länder sind im Grunde eine Verleumdungskampagne unter dem Deckmantel der „Menschenrechte. Ziel sei es, Sportereignisse zu politisieren. Ihr Vorgehen sei ein klarer Verstoß gegen die Olympische Charta, insbesondere gegen den Grundsatz der politischen Neutralität von Sportveranstaltungen, sagte der Sprecher.

In Anbetracht der ernsten Situation der Covid-19-Pandemie weltweit sei es nicht angemessen, ausländische Gäste in großem Umfang einzuladen. Sicher können Menschen mit gesundem Verstand dies leicht verstehen, sagten Analysten.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie nahmen weniger Staatsoberhäupter aus aller Welt an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Tokio teil. Es sei die niedrigste Teilnehmerzahl von Staatsoberhäuptern an Olympischen Spielen in der jüngsten Vergangenheit gewesen, berichtete die Tageszeitung Japan News.

China möchte „einfache, sichere und großartige“ Olympische Spiele veranstalten. Der Erfolg der Spiele in Beijing hänge von den hervorragenden Leistungen der Athleten und dem Leuchten des olympischen Geistes ab. Er habe nichts damit zu tun, ob einige chinafeindliche Politiker aus den USA oder westlichen Ländern teilnehmen werden oder nicht, sagten Analysten.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, sagte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass die eifrigen Anmeldungen der Athleten und der nationalen Komitees für die Olympischen Winterspiele in Beijing in scharfem Gegensatz zu den Boykottaufrufen einiger US-amerikanischer und westlicher Politiker stünden.

Nach Angaben des Beijinger Organisationskomitees für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 waren bis zum 17. November mehr als 14.000 Anmeldungen eingegangen. Sie kamen aus Ländern wie den USA, Australien und Europa, darunter 1.528 vom Olympischen Komitee der USA, sagte Zhao auf der Pressekonferenz.