Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird in diesem Jahr voraussichtlich um 5,6 Prozent wachsen, während die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, China, voraussichtlich um 8,1 Prozent wachsen wird. Beide Werte würden leicht unter den bisherigen Prognosen liegen, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick vom Mittwoch.

Die Projektion für das globale Wirtschaftswachstum lag um 0,1 Prozentpunkte unter den vorherigen Prognosen der OECD vom September, da sie nun vor den Gefahren der neuen Omikron-Virusvariante und der Inflation warnt. In dem Bericht heißt es dazu: „Die Geschwindigkeit der Einführung von Impfstoffen und die Wirksamkeit bestehender Impfstoffe werden nicht ausreichen, um die Übertragung der besorgniserregenden COVID-19-Varianten zu stoppen, was dazu führt, dass neue oder modifizierte Impfstoffe oder wiederholte Kampagnen zur Bereitstellung von Auffrischungsdosen erforderlich sind.“

Und auch die Inflation „könnte weiterhin in Aufwärtsrichtung überraschen", so die OECD, die hinzufügt, dass „die Verbraucherpreisinflation in den meisten fortgeschrittenen und aufstrebenden Volkswirtschaften im ersten Quartal 2022 ihren Höhepunkt erreichen wird, bevor sie sich allmählich abschwächt."

Die in Paris ansässige Organisation geht davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2022 um 4,5 Prozent wachsen wird, was gegenüber früheren Prognosen unverändert bleibt. Auch für 2023 gab die Organisation mit 3,2 Prozent nun erstmals eine Prognose für das globale Wachstum ab.

Die Prognose für Chinas Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 wurde von 8,5 Prozent auf 8,1 Prozent herabgestuft, was aber immer noch über dem Ziel liegt, das China sich selbst gesetzt hatte (6 Prozent). In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wuchs das chinesische BIP um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus den Daten des Staatlichen Amts für Statistik hervorgeht.

Auch die Aussichten für die größte Volkswirtschaft der Welt, die Vereinigten Staaten, haben sich abgekühlt. Die OECD schätzt, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr um 5,6 Prozent wachsen wird - 0,4 Prozent weniger als in den bisherigen Prognosen.