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China hat die japanische Seite wegen der jüngsten Äußerungen des ehemaligen japanischen Premierministers Shinzo Abe über die Region Taiwan scharf kritisiert. China sei sehr unzufrieden und lehne die Äußerungen Abes entschieden ab, sagte Außenministeriumssprecher Wang Wenbin, und betonte, dass Taiwan ein heiliges Territorium Chinas sei.

Abe hatte am Mittwoch in einer Videoansprache erklärt, dass ein Taiwan-Notfall ein japanischer Notfall und daher auch ein Notfall für die japanisch-amerikanische Allianz sei.

Vor der Presse in Beijing würdigte Außenministeriumssprecher Wang am Mittwoch zudem die jüngste Äußerung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu den bilateralen Beziehungen. Das hohe Niveau der strategischen Zusammenarbeit zwischen Russland und China sei eine starke Garantie für die Aufrechterhaltung des Weltfriedens und der Stabilität und werde nicht durch äußere Einflüsse verändert werden, sagte Wang.

Putin hatte kürzlich auf einem internationalen Investitionsforum erklärt, Russland werde der Aufforderung der Vereinigten Staaten, seine Zusammenarbeit mit China einzuschränken, nicht folgen, wie es einige europäische Länder getan hätten.

Darüber hinaus kündigte Wang an, dass der Direktor des Büros für Auswärtige Angelegenheiten beim ZK der KP Chinas, Yang Jiechi, am Donnerstag in Tianjin den Leiter des südkoreanischen Büros für nationale Sicherheit, Suh Hoon, zu einem Gespräch treffen werde. Beide Seiten würden einen ausführlichen Meinungsaustausch über die bilateralen Beziehungen und internationale und regionale Fragen von gemeinsamem Interesse führen, so Wang.