Laut offiziellen Statistiken vom Dienstag hat sich im November die Produktion in China erholt. Die Energieknappheit hatte zuvor nachgelassen, die Rohstoffpreise waren gesunken.

Arbeiter montieren Motoren am Fließband in einer Werkstatt der Weichai Power Co. Ltd. in Weifang City in der ostchinesischen Provinz Shandong. (Xinhua/Guo Xulei)

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe lag in China im November bei 50,1. Im Oktober hatte er noch 49,2 betragen, teilte das Nationale Statistikamt (NBS) mit.

Ein Wert über 50 bedeutet Expansion, ein Wert darunter zeigt Schrumpfung an.

Der Anstieg sei zustande gekommen, nachdem die Maßnahmen des Landes zur Sicherstellung einer angemessenen Energieversorgung und zur Stabilisierung der Marktpreise zu wirken begannen, sagte Zhao Qinghe, leitender Statistiker des NBS.

Im November fiel der Teilindex, der die Einkaufspreise der wichtigsten Rohstoffe misst, gegenüber Oktober um 19,2 Prozentpunkte auf 52,9. Der Index der Preise ab Werk sank auf 48,9 – ein Rückgang von 12,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat.

Der Teilindex für die Produktion stieg um 3,6 Prozentpunkte auf 52, während der Index für die Auftragseingänge um 0,6 Prozentpunkte auf 49,4 zunahm.

Die Zahlen zeigten, dass sowohl die Produktion als auch die Marktnachfrage im verarbeitenden Gewerbe im vergangenen Monat einen Aufschwung erlebten, sagte Zhao.

Die Teilindizes für neue Exportaufträge und Importe stiegen leicht auf 48,5 beziehungsweise 48,1.

Zhao führte den Aufwärtstrend im Außenhandel unter anderem auf die weltweite wirtschaftliche Erholung und die bevorstehende Weihnachtszeit in den Überseemärkten zurück.

Der Hightech-Sektor und die Ausrüstungsindustrie expandierten im November weiter, ihr PMI lag bei 53,2 beziehungsweise 51,7.

Die Großunternehmen blieben in diesem Monat stabil, ihr PMI lag bei 50,2 und damit ungefähr auf dem Niveau des Vormonats. Der PMI für mittlere und kleine Unternehmen lag bei 51,2 beziehungsweise 48,5. Der PMI für kleine Unternehmen stieg um ein Prozent, was eine Verringerung des Drucks bedeutet.

Die Statistiken vom Dienstag zeigten auch, dass der PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe in China im November 52,3 betrug – im Oktober waren es noch 52,4.

Die Geschäftsaktivitäten im nicht-verarbeitenden Sektor setzten ihre Expansion fort und behielten im Allgemeinen einen stabilen Aufschwung bei, sagte Zhao.

Der Teilindex für die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor lag im November bei 51,1 und damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert vom Oktober.

Der Teilindex für produzierende Dienstleistungen, die eng mit dem verarbeitenden Gewerbe verbunden sind, lag bei mehr als 55 Prozent.

Sektoren wie Informations-, Finanz- und Unternehmensdienstleistungen verzeichneten einen deutlichen Anstieg ihres Geschäftsvolumens, berichtete die Behörde.

Der Teilindex, der die Geschäftserwartungen für den Dienstleistungssektor abbildet, lag bei einem relativ hohen Wert von 58,2. Dies zeigt, dass die meisten Dienstleistungsunternehmen den Markt in naher Zukunft optimistisch sehen.

Das chinesische Baugewerbe verzeichnete im Oktober ein stetiges Wachstum, der Teilindex für die Geschäftstätigkeit lag bei 59,1. Der Index zur Messung der Auftragseingänge lag bei 54,2.