Die chinesische Botschaft in Uganda hat am Sonntag Spekulationen ausländischer Medien zurückgewiesen, wonach China die Kontrolle über den wichtigsten internationalen Flughafen Ugandas „an sich reißen" würde. Kein Projekt in Afrika sei wegen Kreditzahlungsunfähigkeit von China „beschlagnahmt“ worden.

Eine Luftaufnahme vom 11. Juli 2020 zeigt das im Bau befindliche Karuma-Wasserkraftwerksprojekt am Nil im Distrikt Kiryandongo in Uganda.

Böswillige Spekulationen, wonach Uganda zentrale Vermögenswerte geopfert habe, um Gelder für China zu beschaffen, entbehrten jeder sachlichen Grundlage und verzerrten die traditionelle Freundschaft zwischen China und den Entwicklungsländern, einschließlich Uganda, erklärte ein Sprecher der Botschaft.

„Kein Projekt in Afrika ist jemals von China ‚beschlagnahmt‘ worden, weil Kredite nicht zurückgezahlt werden konnten. Im Gegenteil, China unterstützt nachdrücklich Afrikas Fähigkeit zu einer unabhängigen Entwicklung und ist bereit, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um diese Fähigkeit zu verbessern", so der Sprecher.

Der Darlehensvertrag für das Wiederaufbauprojekt des internationalen Flughafens Entebbe in Uganda wurde im März 2015 abgeschlossen, wobei die Export-Import Bank of China ein Darlehen in Höhe von 200 Millionen Dollar anbot. Trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sei das Projekt reibungslos verlaufen und 75,1 Prozent der Arbeiten seien dank der gemeinsamen Anstrengungen chinesischer Unternehmen und der zuständigen ugandischen Behörden abgeschlossen worden, so der Sprecher. Der Flughafen solle bis Ende 2022 fertiggestellt sein, ergänzte er.

Der Sprecher wies ferner darauf hin, dass die Verträge für das Projekt mit den internationalen Finanzierungsregeln in Einklang stünden. „Die Zusammenarbeit zwischen China und Uganda folgt stets den Grundsätzen der Offenheit, Transparenz, Gleichheit und des gegenseitigen Nutzens. Alle Darlehensverträge, einschließlich des Projekts zum Wiederaufbau und zur Erweiterung des Flughafens Entebbe, wurden von beiden Parteien freiwillig im Dialog und auf dem Verhandlungsweg unterzeichnet. Es gibt keine versteckten Bedingungen und keine politischen Auflagen", sagte der Sprecher.

Neben dem Flughafenprojekt hat China nach Angaben der Botschaft zudem mehrere Sektoren der ugandischen Wirtschaft finanziell unterstützt, darunter die Landwirtschaft, das Bildungswesen sowie die medizinische, sanitäre und soziale Infrastruktur.