Nach Auffassung von Experten werde die Regionale umfassende Wirtschaftspartnerschaft (RCEP) Handel und Investitionen in der Asien-Pazifik-Region erleichtern, die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie befördern und ein Beispiel für regionale und multilaterale Kooperation setzen.

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Das weltweit umfassendste Handelsabkommen wird im Januar in Kraft treten.

Die RCEP wird einen Markt von 2,2 Milliarden Menschen umfassen, die mehr als 25 Billionen US-Dollar erwirtschaften. Die Partnerschaft deckt einen Wirtschaftsraum ab, in dem 30 Prozent der Weltbevölkerung leben, die einen entsprechenden Anteil an der Weltwirtschaft haben.

Das Handelsabkommen, das zum Wegfall von Zöllen für 90 Prozent aller Waren führen solle, werde Handel und Investitionen erleichtern, vor allem gemessen an den beiden vergangenen Jahren, in denen durch die Folgen der COVID-19-Pandemie der Verkehr von Personen und Waren empfindlich gestört gewesen sei, meint Song Qingrun, assoziierter Professor am Institut für Asienstudien der Beijing Foreign Studies University.

Die RCEP-Partnerländer würden sehr von diesem Handelsabkommen profitieren und in der Lage sein, ihre Produktion und ihre Märkte zu diversifizieren. Das Abkommen werde Ausländische Direktinvestitionen (FDI) in allen Vertragsstaaten beflügeln, zeigt sich Song überzeugt.

„Die RCEP wird den Ländern dabei helfen, zusammenzustehen und die negativen Auswirkungen der Pandemie, von denen die Welt noch immer heimgesucht wird, zu überwinden,“ meint Song.

Eine aktuelle Studie der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) sagt voraus, dass die RCEP nach der Pandemie wesentlich zur wirtschaftlichen Erholung der Region und der ganzen Welt beitragen werde.

„Verläuft die Implementierung des Abkommens nach Plan, rechnen wir mit einem Anstieg der Einkünfte der Partnerländer um 0,6 Prozent. Die Einkünfte der Region werden um jährlich 245 Milliarden US-Dollar steigen, 2,8 Millionen neue Arbeitsplätze werden geschaffen,“ heißt es in der Studie.

Obwohl die Region in den letzten Jahren die weltweit dynamischste Wirtschaftsentwicklung genommen hat und über das größte Zukunftspotenzial verfügt, hinkt der Grad der Integration in diesem Wirtschaftsraum hinterher.

Jia Duqiang, Forscher am Staatlichen Institut für internationale Strategie unter der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, sagt, dass die RCEP die wirtschaftliche Integration der Region ausbauen sowie den Kulturaustausch und die Beziehungen von Mensch zu Mensch fördern werde.

Dies werde auch den Prozess der Bildung einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft beschleunigen, meint Jia.

Die RCEP wurde letztes Jahr von 15 Staaten der Asien-Pazifik-Region geschaffen und besteht aus den zehn Mitgliedsstaaten des Verbandes Südostasiatischer Staaten (ASEAN) und deren fünf größten Handelspartnern China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland.