Chinas bemanntes Raumschiff Shenzhou-13 hat am Samstag erfolgreich an das Kernmodul der Raumstation „Tianhe“ (Himmlische Harmonie) angedockt und damit Experten aus mehreren Ländern beeindruckt, die dies als einen weiteren „wichtigen Schritt" in Chinas Erforschung des Weltraums bezeichnet haben.

Drei chinesische Astronauten an Bord des Raumschiffs Shenzhou-13 werden während Chinas bislang längster bemannter Mission zum Bau einer Raumstation sechs Monate lang in der Umlaufbahn bleiben.

„Chinas Erfolge im Bereich der Raumfahrt sind weiterhin beeindruckend", sagte Denis Simon, geschäftsführender Direktor des Center for Innovation Policy an der Duke Law, gegenüber Xinhua. „Es (das Land) ist auf dem besten Weg, eine führende Rolle in der Weltraumforschung zu übernehmen." Mit der aktuellen Mission habe China einen weiteren wichtigen Schritt zum Bau einer chinesischen Raumstation unternommen, sagte er.

„Diese Station wird in dem Maße an Bedeutung gewinnen, wie die bestehende Internationale Raumstation in den Ruhestand geht", so Simon, der auch ehemaliger Vizekanzler der Duke Kunshan University ist.

„Die Mission ist ein weiterer wichtiger Meilenstein, da China den Umfang, die Dauer und die Komplexität seiner bemannten und robotergestützten Raumfahrtprojekte ausweitet", heißt es auch in einem am Freitag von SpaceNews veröffentlichten Artikel.

Dean Cheng, Senior Research Fellow am Davis Institute for National Security and Foreign Policy, sagte laut einem CNN-Bericht vom Samstag, Chinas längste Mission sei „ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, in welcher frühen Phase (China) in seinem bemannten Raumfahrtprogramm erst ist.“

Weiter betonte Cheng: „In der Vergangenheit haben die Chinesen nur alle zwei bis drei Jahre einen bemannten Flug durchgeführt. Jetzt schicken sie sie alle paar Monate hoch."

Dazu fügte er hinzu: „Wenn die Chinesen dieses Tempo beibehalten ... spiegelt das eine große Verschiebung im Missionstempo ihrer bemannten Raumfahrtbemühungen wider."

Pui Jeng Leong, ein erfahrener Experte in der Medienbranche in Brunei, erklärte gegenüber Xinhua, dass die aufeinanderfolgenden erfolgreichen Starts von Shenzhou-12 und -13 innerhalb von vier Monaten symbolisieren würden, dass Chinas Raumfahrtindustrie in ein Zeitalter eingetreten sei, in dem chinesische Astronauten langfristig in einer Raumstation leben. Dies beweise einmal mehr, dass Chinas Raumfahrttechnologie ein weltweit führendes Niveau erreicht habe.

Diese Mission werde weiterhin die Schlüsseltechnologien für den Bau von Raumstationen unter Beweis stellen und somit eine solide Grundlage für weitere Starts von Raumschiffen mit Besatzung und andere Weltraumaktivitäten schaffen, prognostizierte er.

„Chinas Fähigkeiten im Bereich des Weltraumstarts und der Erforschung des Weltraums werden in Zukunft noch zunehmen", ist sich der US-Experte Simon sicher. Er fügte hinzu: „Dies könnte ein Bereich für eine fruchtbare Zusammenarbeit sein.“