(Foto von VCG)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr ein Wachstum von acht Prozent verzeichnen wird. Dies bedeutet einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber seiner Prognose vom Juli.

In seinem jüngsten Update des Weltwirtschaftsausblicks erwartet der IWF für 2021 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,9 Prozent, was ebenfalls einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Prognose bedeutet. Die Prognose für 2022 liegt unverändert bei 4,9 Prozent.

Die Schwankungen bei den Prognosen für andere große Volkswirtschaften sind jedoch stärker ausgeprägt. Der Fonds hat die Wachstumsprognose für die größte Volkswirtschaft der Welt, die USA, auf 6 Prozent in diesem Jahr gesenkt, nachdem er sie im Juli zunächst auf 7 Prozent angehoben hatte. Für die Eurozone wurde die Wachstumsprognose für 2021 auf 5 Prozent angehoben, 0,4 Prozentpunkte höher als zuvor.

Dem IWF zufolge gibt die gefährliche Divergenz der Wirtschaftsaussichten in den einzelnen Ländern weiterhin Anlass zu großer Sorge. „Der globale Aufschwung setzt sich fort, aber die Dynamik hat sich abgeschwächt und wird durch die Pandemie behindert“, heißt es in dem Ausblick. „Angetrieben durch die hochgradig übertragbare Delta-Variante ist die Zahl der Todesopfer von COVID-19 weltweit auf fast fünf Millionen angestiegen, und die Risiken bleiben hoch, was eine vollständige Rückkehr zur Normalität verhindert.“

Um die Weltwirtschaft wieder zu normalisieren, müsse die Geldpolitik „einen schmalen Grat zwischen der Bekämpfung von Inflation und Finanzrisiken und der Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung beschreiten“, so der IWF. „Wir gehen davon aus, dass die Gesamtinflation in der Gruppe der fortgeschrittenen Volkswirtschaften sowie in den Schwellen- und Entwicklungsländern bis Mitte 2022 auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehren wird, obwohl die Unsicherheit groß bleibt.“