Laut der 12. Ausgabe des Allianz Global Wealth Report, der am 7. Oktober 2021 von Allianz Research veröffentlicht wurde, stieg das Bruttofinanzvermögen chinesischer Haushalte im Jahr 2020 um 13,6 Prozent auf 25.689 Milliarden Euro.

Lujiazui, das Finanzzentrum in Shanghai, bildet eine perfekte Kulisse zum Bund. [Wang Gang für China Daily]

Das chinesische Nettovermögen pro Kopf stieg auf 12.430 Euro im Jahr 2020, ein Anstieg von 13,9 Prozent im Jahresvergleich. Ende 2009 waren es dem Bericht zufolge nur 3.010 Euro. China macht 24 Prozent der globalen hohen Vermögensklasse aus, direkt hinter den 31 Prozent Nordamerikas, heißt es in dem Bericht. Bei der Zahl der Mitglieder der globalen hohen Vermögensklasse hat China inzwischen zu Westeuropa mit jeweils rund 140 Millionen Einwohnern aufgeschlossen.

Chinesische Verbindlichkeiten verzeichneten 2020 „eine Verlangsamung“ im zweistelligen Wachstum von 12,9 Prozent, hieß es weiter in dem Bericht. Die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Lockdowns reduzierten die Konsummöglichkeiten weltweit drastisch, sodass ein „Zwangssparen“ aufkam, das zu nicht ausgegebenen Einnahmen auf Bankkonten führte, die 2020 ein Wachstum von 11,9 Prozent verzeichneten. Angetrieben von den starken Aktienmärkten wuchsen die Wertpapiere der globalen Anlageklasse um 10,9 Prozent. Das Vermögen von Versicherungen und Pensionskassen hingegen entwickelte sich deutlich schwächer mit einem Anstieg um 6,3 Prozent im Jahr 2020. Die neuen Spareinlagen weltweit stiegen 2020 um 78 Prozent auf 5,2 Billionen Euro und damit auf einen absoluten Rekordwert. Haupttreiber waren die massiven Zuflüsse in Bankeinlagen, die sich mit 187 Prozent fast verdreifachten. Bankeinlagen machten in allen betrachteten Märkten die Hälfte oder mehr der neuen Ersparnisse aus, heißt es in dem Bericht.