Da China und die Vereinigten Staaten damit begonnen haben, ihre bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu verbessern, sollten die beiden führenden Volkswirtschaften der Welt ihre Handelsgespräche vernünftiger und aufrichtiger gestalten, meinen Wirtschaftsführer und Experten.

(Foto von VCG)

Beide Seiten sollten zusammenarbeiten, um ihre Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu normalisieren, da dies nicht nur richtungsweisend für die Entwicklung ihrer eigenen Volkswirtschaften sei, sondern auch für die Erholung der Weltwirtschaft.

Diese Kommentare erfolgten als Reaktion auf eine Videokonferenz von Chinas stellvertretendem Ministerpräsidenten und Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas Liu He, der Chefunterhändler auf der chinesischen Seite der umfassenden Handelsgespräche ist, und der US-Handelsrepräsentantin Katherine Tai am Samstag.

Beide Seiten stimmten darin überein, dass die sino-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen für beide Länder und die Welt von hoher Bedeutung seien. Die USA und China sollten den bilateralen Handel und ihre Wirtschaftsbeziehungen ausbauen.

Einigkeit herrschte auch darüber, auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt die Kommunikation zu fördern und eine gute Ausgangslage für eine gesunde Entwicklung der sino-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und für die Erholung der Weltwirtschaft zu schaffen.

„Die sino-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sind so wichtig, dass es gar keine andere Wahl gibt, als sie zu verbessern,“ sagte Zhang Yansheng, Forschungsleiter am China Center for International Economic Exchanges.

„Im vergangenen Jahrzehnt haben China und die USA nahezu zur Hälfte des weltweiten Wirtschaftswachstums beigetragen. Ihre Kooperation trägt zum Wohle der Weltwirtschaft bei, während Konfrontation zu Risiken und Verlusten führt,“ so Zhang.

Während der virtuellen Gesprächsrunde tauschten Liu und Tai ihre Ansichten zur Umsetzung des chinesisch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsabkommens aus. Beide Seiten formulierten ihre Kerninteressen und kamen darin überein, die anstehenden Streitfragen durch Gespräche zu lösen.

Die chinesische Seite rief zur Aufhebung von Zöllen und Sanktionen auf und erläuterte ihren Standpunkt zu Themen wie dem Modell der Wirtschaftsentwicklung und der Industriepolitik.

Chinas Botschafter in den USA, Qin Gang, sagte, dass China ungeachtet der COVID-19-Pandemie aufrichtig und stetig das Wirtschafts- und Handelsabkommen umgesetzt hätte und dabei spürbare Schritte gesetzt und Durchbrüche in vielen Bereichen vom Schutz geistigen Eigentums über die Erhöhung der Einfuhrquote bei amerikanischen Landwirtschaftsprodukten bis hin zur Öffnung des Bankensektors erzielt habe.

Die USA hätten hingegen eine Vielzahl von Handelshindernissen aufgerichtet und Einschränkungen in den Bereichen Wirtschaft und Investitionen verfügt, sagte Qin.

„Wir können über alles reden, aber die USA müssen eine pragmatische und aufrichtige Haltung an den Tag legen,“ sagte Qin.

Wirtschaftsführer und Experten betonten, dass gesunde Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und den USA für das Wachstum der Unternehmen beider Länder wichtig seien.