Ein pensionierter Admiral der amerikanischen Marine hat vor einem Krieg zwischen seinem Land und China gewarnt. Ein solcher Tag wäre ein schrecklicher Tag. Das stimmt. Die USA sollten einfach damit aufhören, Chinas Kerninteressen zu verletzen. Ein Kommentar.

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Am Montag sagte General John E. Hyten, der stellvertretende Vorsitzende der US-Generalstabschefs: „Unser Ziel sollte es sein, niemals in einen Krieg mit China oder Russland zu ziehen. Denn dieser Tag wäre ein schrecklicher Tag für den Planeten und für unsere Länder.“ Der pensionierte Admiral und ehemalige Leiter des amerikanischen Pazifikkommandos, Harry Harris, sagte ebenfalls, es sei sehr wichtig, „alles tun, was wir können, um eine Eskalation und einen offenen Krieg mit China zu verhindern.“

In letzter Zeit mehren sich in den USA die Stimmen, die betonen, dass die USA keine militärischen Konflikte mit China austragen sollten. Der Grund dafür ist offensichtlich, denn die Spannungen in den Beziehungen eskalieren. Die Truppen an der Frontlinie rücken näher aneinander, und die USA haben echte Sorgen, dass es zu einer versehentlichen und ernsthaften Konfrontation zwischen den beiden Armeen und sogar zu versehentlichen Feuergefechten kommen könnte.

Das Risiko einer militärischen Konfrontation zwischen China und den USA hat zugenommen. Der Grund dafür ist, dass die strategische Feindschaft zwischen den beiden Ländern weiter zugenommen hat und das gegenseitige Vertrauen fast auf Null gesunken ist. Wenn sich heute ein Vorfall wie die Flugzeugkollision im Südchinesischen Meer im Jahr 2001 wiederholen würde, wäre es für beide Seiten schwierig, den Vorfall zu beruhigen und friedlich zu lösen.

China hat absolut keine Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Das Ein-China-Prinzip ist für China grundlegend. Wenn es die Demokratische Fortschrittspartei auf die „Unabhängigkeit Taiwans“ abgesehen hätte, wie könnte China das nicht verhindern wollen? Wenn die USA wirklich keine Konflikte mit dem chinesischen Festland in der Straße von Taiwan wollen, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens sollten sie Druck auf die DPP ausüben und ihr nicht erlauben, Unruhe zu stiften. Zweitens sollten die USA aufhören, sich einzumischen. In diesem Fall werden keine Konflikte zwischen China und den USA in der Taiwanstraße ausbrechen.

Aber das Problem ist: Die USA stiften die DPP zur Provokation an und senden ständig Signale, dass Washington auch dann Unterstützung anbieten würde, wenn die Insel den Tiefpunkt erreicht, während sie gleichzeitig das Festland bitten, zu verhindern, dass der sogenannte Wettbewerb zwischen dem Festland und den USA in Konflikte ausartet. Aber ist das, was Washington in der Straße von Taiwan getan hat, „Wettbewerb“? Politische Hooligan-Taktiken können mit dem chinesischen Festland nicht funktionieren.

Um militärische Konflikte zu vermeiden und hundertprozentige Sicherheit zu gewährleisten, müssen die USA darauf verzichten, Chinas Kerninteressen zu verletzen. Da die „Freiheit der Schifffahrt“ im Südchinesischen Meer nie ein Problem war, warum fahren die amerikanischen Kriegsschiffe immer so nahe an Chinas Inseln und Riffen vorbei? Das Südchinesische Meer ist so groß, dass es überall Fahrrinnen gibt. Das ist keine Navigation, sondern eine unverhohlene Provokation und Drohung.

Die chinesische Bevölkerung hat das bereits durchschaut. China kann mit den USA nicht mit Vernunft reden, sondern nur mit Stärke und Taten. Als Hyten sagte, dass die USA niemals in einen Krieg mit China und Russland ziehen sollten, wies er insbesondere darauf hin, dass ein Krieg mit einer Atommacht eine schlechte Sache sei. Wovor die USA wirklich Angst haben, sind Chinas und Russlands Atomwaffen.

Die militärische Stärke, insbesondere die strategische Nuklearmacht, hat die USA in tiefe Furcht vor einer Konfrontation mit China versetzt. Unter der Bedingung, dass China nicht proaktiv angreift, wissen die USA, dass sie sich an das Wesentliche halten und China nicht in einen Kampf auf Leben und Tod drängen sollten. Solange China seine Kerninteressen verteidigt, handelt das Land moralisch einwandfrei und hat nichts zu befürchten.

*Der Autor Hu Xijin ist Chefredakteur von Global Times.