Menschen in Putian in der ostchinesischen Provinz Fujian wird davon abgeraten, die Stadt ab Sonntag zu verlassen, da 64 COVID-19-Infektionen gemeldet wurden. Alle gemeldeten 64 positiven COVID-19-Fälle – 32 bestätigte und 32 asymptomatische Fälle – stammen aus der Stadt Putian. Grundsätzlich sollten die Bewohner in Putian die Stadt nicht verlassen, und Personen, die die Stadt verlassen müssen, müssten ein innerhalb von 48 Stunden ausgestelltes negatives Nukleinsäurezertifikat besitzen, teilte die Gruppe für Epidemie-Bekämpfung der Stadt in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung mit. Öffentliche Einrichtungen wie Kinos, Museen und Bibliotheken müssten ihre Indoor-Aktivitäten einstellen. Restaurants sollten ihre Öffnungszeiten einschränken. Die Menschen werden ermutigt, von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Gruppe für Epidemie-Bekämpfung der Stadt betonte auch tägliche Präventivmaßnahmen, darunter das Tragen von Masken und die Überprüfung der Körpertemperatur. Auch wird der QR-Gesundheitscode gecheckt, wenn Menschen öffentliche Orte betreten oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Darüber hinaus verlangen die Bildungsbehörden in Putian von Schulen in Regionen mit mittlerem und hohem Risiko, den Unterricht auszusetzen, andere Schulen dagegen sind normal geöffnet. Die Schüler müssen im Unterricht Masken tragen, und die Behörden bitten die Schüler, sich vollständig impfen zu lassen. Die Impfung von Lehrern und Schülern zwischen 12 und 17 Jahren soll vor Mittwoch abgeschlossen sein. Busse, Aussichtspunkte, Bibliotheken und Vergnügungsstätten in Xianyou haben seit Samstag den Betrieb eingestellt. Der Bahnhof Xianyou nimmt keine neuen Fahrgäste mehr an.

Die ersten beiden entdeckten Fälle waren Schüler einer Familie in Xianyou, aber Experten vermuten, dass der Ausbruch von einem Patienten verursacht worden sein könnte, der kürzlich aus Singapur nach Putian zurückgekehrt ist. Der Patient mit dem Nachnamen Lin, Vater einer Schülerin, kam am 4. August aus Singapur zurück. Lin hatte sich in Xiamen einer 14-tägigen Quarantäne und einer siebentägigen Gesundheitsüberwachung zu Hause unterzogen, bei der Lin neun Nukleinsäure- und serologische Tests durchführte, die alle negativ waren. Er wurde am Freitag positiv getestet. Primärstudien zum Virus deuten darauf hin, dass es sich um die Delta-Variante handelt, teilten die lokalen Behörden auf einer Pressekonferenz am Samstag mit.