Archivfoto vom Flughafen Nanjing-Lukou, Shen Peng/ Xinhua

Das chinesische Festland hat bis Samstag 15 Uhr 328 Fälle lokaler COVID-19-Übertragungen für den Monat Juli gemeldet, fast so viele wie in den fünf vorangegangenen Monaten. Dies teilte ein Sprecher der nationalen Gesundheitskommission auf einer Pressekonferenz am Samstag mit.

Der aktuelle Virusausbruch mit der Delta-Variante hat sich auf 14 Regionen auf Provinzebene ausgebreitet. Alle neun Menschen, die vor etwa einer Woche am Flughafen in der ostchinesischen Stadt Nanjing an COVID-19 erkrankten, waren mit der ansteckenden Delta-Variante infiziert, sagte der Gesundheitsbeamte Guo Yanhong. Sie gelten als Quelle dieser Infektionswelle auf dem Festland.

Die insgesamt 262 Fälle, die seit Freitagmorgen in ganz China gemeldet wurden, stehen im Zusammenhang mit den Infektionen am internationalen Flughafen Nanjing. Die Sommerurlaubsreisen haben ebenfalls zum Wiederanstieg der COVID-19-Fälle beigetragen.

Die erste bestätigte lokale Infektion in der zentralchinesischen Touristenstadt Zhangjiajie im Rahmen des jüngsten Ausbruchs wurde von Nanjing aus übertragen. Dort wurden Wohnkomplexe abgeriegelt und Vergnügungsstätten und Touristenorte geschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Bis Freitag waren in ganz China fast 1,64 Milliarden Dosen des Impfstoffs gegen COVID-19 verabreicht worden. Chinas COVID-19-Impfstoffe seien auch für die neuen Varianten wirksam, selbst wenn sich auch einige Geimpfte infizieren, sagte Shao Yiming, ein Forscher am chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention. Denn die Impfungen würden in jedem Fall die Zahl der Infektionen mit schwerem Krankheitsbild und die Sterblichkeitsrate verringern, fügte Shao hinzu.