Im Zuge der Bemühungen Russlands um De-Dollarisierung ist der Anteil des chinesischen Yuan am bilateralen Handel zwischen China und Russland deutlich gestiegen.

Im Zuge der Bemühungen Russlands um De-Dollarisierung ist der Anteil des chinesischen Yuan am bilateralen Handel zwischen China und Russland von 3,1 Prozent im Jahr 2014 auf 17,5 Prozent im Jahr 2020 gestiegen, sagte der chinesische Botschafter in Russland Zhang Hanhui in einem Interview mit russischen Medien. Russland, China und andere Länder hätten in den vergangenen Jahren Anstrengungen zur De-Dollarisierung unternommen, indem sie bei Transaktionen ihre eigenen Währungen anstelle des US-Dollars verwenden, da sie mit einer Reihe schädigender Sanktionen von Washington und einer möglichen Blockade des vom Dollar dominierten globalen Zahlungssystem (SWIFT) konfrontiert seien.

Inzwischen mache der Renminbi 30,4 Prozent der Bestände russischer Staatsfonds und 12,8 Prozent der russischen Währungsreserven aus, sagte Zhang. „Diese Veränderungen demonstrieren den inhärenten Vorteil und das Nutzungspotenzial des Yuan auf dem russischen Markt und zeigen damit, dass China und Russland positive Fortschritte bei der Diversifizierung der bilateralen Handelsabwicklung gemacht haben“, so der Botschafter weiter. Die Ausweitung der Abwicklung in Lokalwährungen sei ein Schlüsselfaktor der chinesisch-russischen finanziellen Zusammenarbeit und dem Aufbau eines flexibleren und widerstandsfähigeren internationalen Währungssystems förderlich.

In Bezug auf das bilaterale Handelsvolumen, für das die beiden Länder vereinbart hatten, aggressiv auf Expansion zu drängen, sagte der Botschafter, dass es in diesem Jahr womöglich einen neuen historischen Rekord geben werde. Im ersten Halbjahr 2021 erreichte der bilaterale Handel 63,08 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 28,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von 2018 bis 2020 hatte der jährliche bilaterale Handel zwischen China und Russland drei Jahre in Folge die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschritten.