Auf einer Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei (KP) Chinas unter Leitung von Staatspräsident und Generalsekretär Xi Jinping wurde betont, dass die zentralchinesische Region noch stärker gefördert werden solle. Dabei geht es unter anderem um die Transformation hin zu einer grüneren und kohlenstoffarmen Wirtschaft.

Ein Überblick über das Dorf Jinxing im Autonomen Kreis der Miao-Nationalität Chengbu in der Provinz Hunan.

Chinas Entscheidung, das Wachstum seiner zentralen Region stärker zu fördern, werde der Nation dabei helfen, eine qualitativ hochwertige Entwicklung aufrechtzuerhalten, die regionale Kluft zu verringern und die Transformation der Wirtschaft in eine grünere und kohlenstoffarme Richtung zu ermöglichen, so Analysten.

Eine Sitzung des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei (KP) Chinas überprüfte am 30. März ein Grundsatzdokument zur Förderung der hochwertigen Entwicklung der zentralen Region des Landes in der neuen Ära.

Unter dem Vorsitz von Xi Jinping, Staatspräsident und Generalsekretär des ZK, wurde die Region aufgefordert, ein modernes Industriesystem zu entwickeln, das durch einen fortschrittlichen Produktionssektor gestützt wird. Zudem solle eine grüne Entwicklung angestrebt, auf eine qualitativ hochwertige Öffnung hingearbeitet und ein noch besser koordiniertes Wachstum zwischen städtischen und ländlichen Gebieten ermöglicht werden.

Dies ist der jüngste Schritt von Chinas oberster Führung, um das Wachstum der Region zu fördern, die die Provinzen Anhui, Henan, Jiangxi, Shanxi, Hunan und Hubei umfasst.

Chen Weidong, Leiter des Forschungsinstituts der Bank of China, sagte, dass das Treffen die Richtung der zentralen Region im zukünftigen Wirtschaftswachstum weiter verdeutlichte. Die Region sei demnach eine wichtige Säule zur Aufrechterhaltung von Chinas mittelhoher Wachstumsrate. Der Anteil der zentralen Region am gesamten nationalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei von 18,8 Prozent im Jahr 2005 auf 22,2 Prozent im Jahr 2019 gestiegen, ließ er wissen.

Die COVID-19-Pandemie, die die zentrale Region und insbesondere die Provinz Hubei im vergangenen Jahr hart getroffen hatte, forderte jedoch ihren Tribut für das Wachstum der Region. Nach Angaben des Staatlichen Amts für Statistik wuchs die Wirtschaft in Zentralchina im Jahresvergleich nur um 1,3 Prozent und lag damit unter dem nationalen Durchschnitt von 2,2 Prozent.

„Nachdem die Pandemie effektiv unter Kontrolle gebracht wurde, wird sich der Trend für die wirtschaftliche Aufwertung, Transformation und das schnelle Wachstum der Region nicht ändern. Sie wird weiterhin ein wichtiges regionales Kraftzentrum für Chinas Wirtschaftswachstum sein", zeigte sich Chen aber optimistisch.

China skizzierte erstmals 2006 in einem politischen Dokument einen Fahrplan zur Förderung des Wachstums der zentralen Region. Dieses Dokument wurde gemeinsam vom Zentralkomitee der KP Chinas und dem Staatsrat herausgegeben. Die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) gab 2016 einen Fünfjahresplan zur Förderung des Aufstiegs der Zentralregion heraus. Dieser Plan verdeutlichte die strategische Ausrichtung der Region als Zentrum für fortschrittliche Fertigung, als Schlüsselgebiet für die neue Art der Urbanisierung, als Kerngebiet für die Entwicklung der modernen Landwirtschaft, als Demonstrationszone für ökologische Zivilisation und als wichtiges Unterstützungsgebiet für die allseitige Öffnung.

Auf einem Symposium, das er während einer Inspektionsreise durch die Provinz Jiangxi im Mai 2019 leitete, skizzierte Präsident Xi anschließend Maßnahmen unter acht Aspekten, darunter die Förderung der hochwertigen Entwicklung des Fertigungssektors, die Verbesserung der unabhängigen Innovationskapazität in Schlüsselbereichen und die Verbesserung des Geschäftsklimas. Die von Xi bei dem Treffen hervorgehobenen Maßnahmen bilden auch Schwerpunkte in Chinas neuem 14. Fünfjahresplan (2021-25).