Nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Singapur, Malaysia, Indonesien, den Philippinen und Südkorea machte Außenminister Wang Yi klar, dass diese Länder Chinas Kerninteressen respektieren und Chinas Entwicklung als positiv einschätzen würden. Die USA sollten ebenso verstehen, dass Chinas Entwicklung ein logischer Schritt sei, der den langfristigen Interessen aller Länder zugutekomme.

Der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi forderte am Sonntag die USA auf, Chinas Kerninteressen zu respektieren und Chinas Entwicklung richtig einzuschätzen. Der Außenminister machte diese Bemerkungen als Antwort auf eine Medienanfrage zu den chinesisch-amerikanischen Beziehungen nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Singapur, Malaysia, Indonesien, den Philippinen und der Republik Korea in der chinesischen Provinz Fujian.

Wang berichtete, dass die Außenminister Chinas Entwicklung und Wachstum als eine historische Notwendigkeit betrachten würden und Chinas Entwicklung den gemeinsamen Erwartungen und langfristigen Interessen aller Länder in der Region entspreche. Diese Entwicklung sollte nicht blockiert werden.

Die Außenminister seien der Meinung, dass China und die USA angesichts der Herausforderungen der Globalisierung und im neuen Post-Pandemie-Zeitalter mehr Dialog und Kooperation in dieser Region pflegen sollten - anstatt Machtspiele und Konfrontationen zu schüren. Beide Länder sollten zudem die Verpflichtungen und die Verantwortung von Großmächten erfüllen und demonstrieren.

„China ist bereit, auf die Erwartungen aller Parteien einzugehen und weiterhin eigene Anstrengungen zu diesem Zweck zu unternehmen", machte Wang klar.

Zu den von den USA immer wieder vorgebrachten Argumenten von Konkurrenz, Kooperation und Konfrontation in den Beziehungen zu China betonte Wang, Chinas Position sei konsequent und klar: China begrüße den Dialog auf der Basis von Gleichheit und gegenseitigem Respekt, und heiße keinen Alleingang in der Welt gut. Auch werde China nicht akzeptieren, dass ein Land das letzte Wort in Weltangelegenheiten habe, so Chinas Außenminister.

„China begrüßt die Zusammenarbeit, wenn es die Notwendigkeit gibt, aber die Zusammenarbeit muss die Belange des jeweils anderen und den gegenseitigen Nutzen berücksichtigen. Sie kann nicht so verlaufen, dass eine Seite einseitig Bedingungen stellt und Listen erstellt", erklärte Wang.

China werde sich dem Wettbewerb nicht entziehen - sofern er notwendig ist -, aber dieser Wettbewerb sollte fair und gerecht sein und sich an die Regeln des Marktes halten. Die Beteiligten müssten dagegen davon absehen, Hindernisse zu errichten, Macht zu missbrauchen und andere ihres legitimen Rechts auf Entwicklung zu berauben, so Wang. Wenn es weitere Konfrontationen geben sollte, werde China damit ruhig umgehen und sich ihnen furchtlos stellen.

„Wir wehren uns entschieden gegen die grobe Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten und noch entschiedener gegen unrechtmäßige einseitige Sanktionen, die auf der Grundlage von Lügen und falschen Informationen verhängt werden.“

China werde keine Kompromisse eingehen oder sich zurückziehen, da es an den grundlegenden Normen der internationalen Beziehungen festhalte und für die Interessen vieler Entwicklungs-, kleiner und mittlerer Länder eintrete. China habe definitiv das Recht, sich zu wehren, da es seine nationale Souveränität und seine nationale Würde verteidigen müsse.

„Dialog ist besser als Konfrontation, und Kooperation ist besser als Konfrontation", sagte Wang. Er forderte die USA dazu auf, aktiv auf die Erwartungen der Länder in der Region und der internationalen Gemeinschaft einzugehen und mit China zusammenzuarbeiten, um einerseits zu zeigen, wie sich eine Großmacht verhalten sollte, und andererseits um gemeinsam Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region und der ganzen Welt zu erhalten.