2020 war China im fünften aufeinanderfolgenden Jahr Deutschlands wichtigster Handelpartner. Dies geht aus Daten hervor, welche das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag veröffentlicht hat.

Ein Güterzug mit dem Zielbahnhof Duisburg verlässt am 28. März 2020 den Güterbahnhof von Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei. (Foto: Xinhua/Xiao Yijiu)

Ungeachtet der Coronavirus-Krise ist der Handel mit China im Vergleich zu 2019 um 3,0 Prozent gestiegen. Zwischen China und Deutschland wurden Waren im Gesamtwert von 212,1 Milliarden EUR (256,7 Milliarden US-Dollar) ausgetauscht.

Auf den Rängen zwei und drei der wichtigsten Handelspartner folgten die Niederlande mit einem Außenhandelsvolumen von 172,8 Milliarden Euro und die Vereinigten Staaten mit 171,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 2019 sank jedoch das Handelsvolumen mit diesen Ländern um 8,7 beziehungsweise 9,7 Prozent.

"Die Bedeutung Chinas für die deutschen Importe wächst stetig," heißt es in einer Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes.

Seit 2015 ist China der Staat, aus dem die meisten Importe nach Deutschland kommen. Im vergangenen Jahr gelangten Waren im Wert 116,3 Milliarden Euro aus China nach Deutschland. Ein Anstieg um 5,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2019.

Vergleichbar mit dem Rückgang des Außenhandels insgesamt fielen die Einfuhren aus den Niederlanden um 9,6 Prozent, die aus den USA um 5,0 Prozent. "Hier führte die Corona-Krise allerdings zu Rückgängen," so das Bundesamt.

Die Vereinigten Staaten blieben – wie bereits seit 2015 – Deutschlands wichtigster Exportmarkt, gegenüber 2019 aber fiel der Umfang der Ausfuhren um 12,5 Prozent auf 103,8 Milliarden Euro.

Für Deutschland ist China der zweitwichtigste Exportmarkt. Im vergangenen Jahr sind die deutschen Ausfuhren nach China von der Krise nahezu unbeeinträchtigt gewesen. Sie sanken im Jahresvergleich lediglich um 0,1 Prozent auf 95,9 Milliarden EUR (1 EUR = 1,21 US-Dollar).

Ein Güterzug mit dem Zielbahnhof Duisburg verlässt am 28. März 2020 den Güterbahnhof von Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei. (Foto: Xinhua/Xiao Yijiu)