Nachdem die BILD-Zeitung mithilfe einer zuvor stark kritisierten „Studie“ eines deutschen Professors abermals versucht hatte, die Theorie des Laborunfalls zu befeuern, kritisierte die chinesische Botschaft in Deutschland das Boulevardblatt scharf. Die entsprechenden Berichte der BILD-Zeitung seien „geschmacklos und schamlos.“

Auf der Webseite der chinesischen Botschaft in Deutschland wird eine Erklärung veröffentlicht, die die BILD-Zeitung rügt.

Die chinesische Botschaft in Deutschland hat am Samstag der deutschen Boulevardzeitung BILD vorgeworfen, Verschwörungstheorien über den Ursprung des neuartigen Coronavirus zu verbreiten, und die entsprechenden Berichte als „geschmacklos und schamlos" bezeichnet.

In einer Erklärung betonte die chinesische Botschaft, dass die von BILD zitierte so genannte „Studie" überhaupt nicht logisch und wissenschaftlich fundiert sei. Bereits kurz nach ihrer Veröffentlichung sei diese „Studie" sowohl in der wissenschaftlichen Fachwelt als auch in den Medien und der Öffentlichkeit in Deutschland stark in Frage gestellt und scharf kritisiert worden.

In ihrer Stellungnahme zitierte die Botschaft auch Äußerungen von Peter Ben Embarek, dem Leiter des Expertenteams der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das den Ursprung des Coronavirus untersucht. Dieser hatte gesagt, es sei „extrem unwahrscheinlich", dass das Virus, das die COVID-19-Pandemie verursacht hat, aus einem Labor stamme. Obwohl die Theorie des Laborvorfalls seit langem von fast allen führenden Wissenschaftlern und Epidemiologen der Welt öffentlich abgelehnt wird, scheine die BILD-Zeitung immer noch besessen davon zu sein, Gerüchte und Verschwörungen zu verbreiten. Dieses Verhalten sei geschmacklos und schamlos, so die Botschaft.

China vertrete stets die Ansicht, dass die Suche nach dem Ursprung des Virus eine wissenschaftliche Frage sei, die durch internationale wissenschaftliche Forschung und Zusammenarbeit beantwortet werden sollte, fügte sie hinzu. Die Botschaft forderte das Boulevardblatt außerdem dazu auf, Ignoranz und Vorurteile aufzugeben und nicht weiter zu versuchen, sein Publikum mit Fake News in die Irre zu führen.