Menschen mit Schutzmasken gehen an einem Gebäude mit einer elektronischen Tafel vorbei, die Weltaktienindizes anzeigt; Shanghai, 4. November 2020. (Foto: Agenturen)

Sechs chinesische Städte haben im Jahr 2019 eine städtische Bevölkerung von mehr als zehn Millionen erreicht. Dazu gehören die vier regierungsunmittelbare Städte Shanghai, Beijing, Chongqing und Tianjin und die zwei Unterprovinzstädte Guangzhou und Shenzhen. Dies geht aus einer statistischen Auswertung zum städtischen Bau, welche das chinesische Ministerium für Bauwesen am 31. Dezember veröffentlichte, hervor, berichtete das Nachrichtenportal Yicai.com.

Die städtische Bevölkerung in der Megastadt Shanghai überschritt im Jahr 2019 die 20-Millionen-Grenze. In den Stadtgebieten von Beijing und Chongqing lebten ebenfalls mehr als 15 Millionen Menschen.

Jinan, die Hauptstadt der Provinz Shandong, ist die neueste „Metropole“ mit einer städtischen Bevölkerung zwischen fünf und zehn Millionen Menschen geworden.

Zu dieser Gruppe der Metropolen, die nun aus zehn Städten im ganzen Land besteht, gehören Dongguan, Wuhan, Chengdu, Hangzhou, Nanjing, Zhengzhou, Xi'an, Jinan, Shenyang und Qingdao.

Hangzhou, das E-Commerce-Zentrum in Ostchina, hat Nanjing überholt: Gemessen an der Einwohnerzahl ist Hangzhou nun die zweitgrößte Stadt in der Region des Jangtse-Flussdeltas.

Angetrieben von der aufkeimenden digitalen Wirtschaft erlebte Hangzhou in den vergangenen Jahren einen rasanten Zuzug von Talenten und eine Expansion der Stadtteile. Die Bevölkerung mit ständigem Wohnsitz in der Stadt stieg von 9,81 Millionen im Jahr 2018 auf 10,36 Millionen im Jahr 2019. Dies ist ein Anstieg von rund 554.000 Menschen im Vergleich zum Vorjahr. Der jährliche Zuwachs übertraf zum ersten Mal den von Shenzhen und Guangzhou und nahm den ersten Platz im Land ein.

Neben den Megastädten und Metropolen standen zudem 14 Großstädte mit drei bis fünf Millionen Einwohnern im Fokus des Städtebaus und der Stadtentwicklung, darunter Harbin, Changchun, Dalian, Hefei, Kunming,

Taiyuan, Changsha, Suzhou, Nanjing, Urumqi, Shijiazhuang, Xiamen, Ningbo und Fuzhou.

Fuzhou zum Beispiel hat die Reform der Haushaltsregistrierung und der dazugehörigen Systeme beschleunigt, um einen Zustrom von Einwohnern zu bewirken. Weiterhin hat die Stadt den Mechanismus für die Gewährung von städtischem Wohnsitz für Zugezogene aus ländlichen Gebieten weiter optimiert. Dies soll die Umwandlung in eine Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern beschleunigen, hieß es in dem 14. Fünfjahresplan der Kommunistischen Partei Chinas.

Die Provinz Fujian, die zwischen den Regionen des Jangtse-Flusses und des Perlflussdeltas liegt, sei in den vergangenen Jahren aufgrund des Mangels an Großstädten einem zunehmenden Wettbewerb bei der Anwerbung von Talenten ausgesetzt gewesen. Dies sagte Ding Changfa, außerordentlicher Professor am Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaften der Universität Xiamen.

Die südöstliche Provinz brauche daher eine große Stadt, insbesondere einen Ballungsraum, um die Entwicklung Fujians voranzutreiben, sagte er.