Westliche Medien, vor allem aus den USA, hatten auf Basis einer neuen Studie über die Bevölkerungsentwicklung in Xinjiang abstruse Spekulationen geäußert und damit abermals versucht, China zu verleumden. Chinesische Regierungsvertreter und die Autorin der Studie stellten den Sachverhalt nun klar und kritisierten die USA für das heuchlerische Verhalten.

Mehrere Anwohner spielen am 22. September 2020 auf einer Straße zur Präsentation der Volksbräuche in der Altstadt des Kreises Yarkant in Kashgar in der nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Region Xinjiang traditionelle Instrumente.

China hat am Montag Spekulationen ausländischer Medien und Politiker über Veränderungen des Bevölkerungswachstums in der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang widerlegt und klargestellt, dass diese durch verschiedene Faktoren verursacht wurden - nicht zuletzt durch eine veränderte Einstellung zu Heirat und Kindererziehung.

„Da sich die Lebensbedingungen der Menschen, vor allem in den armen Gebieten im Süden Xinjiangs, immer weiter verbessern, der Urbanisierungsprozess sich beschleunigt und die Menschen aller ethnischen Gruppen eine bessere Ausbildung erhalten, entscheiden sich mehr Menschen in Xinjiang freiwillig dafür, erst in einem reiferen Alter zu heiraten und Kinder zu bekommen", erklärte Xu Guixiang, stellvertretender Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Komitees der Kommunistischen Partei Chinas für die Uigurische Autonome Region Xinjiang.

Xu machte diesen Kommentar auf einer Pressekonferenz zu Xinjiang-bezogenen Themen in Beijing am Montag, als er darum gebeten wurde, den Rückgang der Geburtenrate und der natürlichen Bevölkerungswachstumsrate in Xinjiang im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr zu erklären. Diese Veränderung war aus einer von der Xinjiang Akademie für Sozialwissenschaften am Donnerstag veröffentlichten Studie ersichtlich geworden.

Trotz der Rückgänge lag die Geburtenrate in Xinjiang im Jahr 2018 bei 10,69 pro 1000 Menschen und damit fast auf dem gleichen Niveau wie der landesweite Durchschnitt von 10,94 pro 1000 Menschen. Die Studie wies auch darauf hin, dass die erfolgreiche Bekämpfung des religiösen Extremismus den Frauen mehr Freiheit bei der Entscheidung, ob sie Kinder haben wollen, gegeben habe.

Ein Beitrag der chinesischen Botschaft in den USA, der auf einen Artikel der China Daily verwies, in dem über die Studie berichtet wird, wurde trotzdem von Twitter gelöscht. Der Beitrag wurde anschließend von einem Hinweis ersetzt, demzufolge der Beitrag gegen die Twitter-Regeln „verstößt". Weitere Erklärungen dazu wurden nicht geliefert.

„Wir fordern einige US-Personen auf, unverantwortliche Bemerkungen zu unterlassen und sich nicht unter dem Vorwand von Xinjiang-bezogenen Themen in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen", mahnte der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, am Montag. Xinjiang genieße jetzt eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, ethnische Einheit und einen verbesserten Lebensstandard, so Zhao.

Li Xiaoxia, Forscherin an der Xinjiang Academy of Social Sciences und Autorin der Studie, sagte, das Löschen des Beitrags spiegele die heuchlerische Haltung in den USA und einigen anderen westlichen Ländern gegenüber der Meinungsfreiheit wider.

„Sie [die Meinungsfreiheit] dient nur politischen Zwecken", kritisierte Li.

Die Akademikerin, die sich schon seit den 1990er Jahren mit Bevölkerungsfragen in Xinjiang befasst, kündigte an, sie werde weiterhin mit Fakten die falschen Behauptungen über die Region anfechten.