Hongqi, eine Automarke der FAW-Gruppe, verzeichnete einen Rekord. Bis zum 25. Dezember verkaufte das Unternehmen 200.000 Fahrzeuge.

Chinas Automarkt zeigte für das vergangene Jahr gemischte Resultate, was auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zurückgeführt werden kann.

Vorläufige Daten der Chinesischen Vereinigung der Automobilhersteller (CAAM) zeigen, dass im Jahr 2020 25,27 Millionen Neufahrzeuge verkauft wurden, was einem Rückgang von 1,9 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Die Zahlen für 2020 unterboten zwar die von 2019, waren aber besser als die Prognose des Verbandes zu Beginn des vergangenen Jahres. Bei den Pkws gab es ein Minus von 6,1 Prozent und bei den Nutzfahrzeugen ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die meisten Pkw-Hersteller hatten im vergangenen Jahr mit Schwierigkeiten zu kämpfen, was vor allem auf die Schließung von Fabriken zu Beginn des Jahres zurückgeführt werden kann und zu Unterbrechung der Lieferketten und Engpässen bei Autokomponenten führte. Geely, das im Jahr 2020 1,32 Millionen Fahrzeuge der Marken Geely und Lynk& Co auslieferte, meldete einen Absatzrückgang von drei Prozent. Der Absatz von General Motors in China sank im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent auf 2,9 Millionen Fahrzeuge. Für den amerikanischen Automobilhersteller war dies der dritte Rückgang der jährlichen Verkaufszahlen in China in Folge.

BYD verkaufte im vergangenen Jahr 426.972 Einheiten, was einem Rückgang von 7,46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dank der wirtschaftspolitischen Unterstützung, welche die Folgen der Coronaviruspandemie abgemildert hat, nahmen die Werke die Produktion im April schnell wieder auf. Einige Autohersteller zählten sogar zu den Siegern der Erholung nach der Pandemie und verzeichneten ein positives Wachstum. Chang'an verkaufte im vergangenen Jahr zwei Millionen Fahrzeuge, ein Zuwachs von 14 Prozent. Hongqi, eine Automarke der FAW-Gruppe, verzeichnete einen Rekord. Bis zum 25. Dezember verkaufte das Unternehmen 200.000 Fahrzeuge.

Für Yale Zhang, den Geschäftsführer der Shanghaier Consultingfirma Automotive Foresight, war die Einführung neuer und wettbewerbsfähiger Modelle der wesentliche Grund dafür, dass die beiden Autohersteller ein positives Wachstum verzeichneten.

Auch die japanischen Autohersteller zeigten im vergangenen Jahr starke Leistungen. Toyota verkaufte 1,8 Millionen Fahrzeuge, was einem Anstieg von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Honda erzielte im vergangenen Jahr mit mehr als 1,62 Millionen verkauften Fahrzeugen in China den zweiten Verkaufsrekord in Folge. Der Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent.

Japanische Autos hätten Vorteile bei der Qualität, dem Preis und der Kraftstoffeffizienz, sagte Zhang. Aufgrund des trüben wirtschaftlichen Klimas seien Kunden eher geneigt, ein kostengünstiges Auto zu kaufen. Aber auch der britische Luxus-Autobauer Bentley konnte sich aufgrund der robusten Nachfrage aus China über sein bestes Geschäftsjahr in der 101-jährigen Unternehmensgeschichte freuen. Bentley verkaufte 2880 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Grund für die guten Verkaufszahlen ist vor allem die Beliebtheit der neuen Modelle Flying Spur und dem Bentayga SUV.

Die CAAM sagte für das aktuelle Jahr erstmals seit vier Jahren ein geringes Wachstum für Chinas Autobranche voraus. In diesem Jahr wird mit einem Absatz von 26,3 Millionen Fahrzeugen gerechnet, von denen Passagierfahrzeuge 21,7 Millionen und kommerzielle Fahrzeuge 4,6 Millionen ausmachen.