Die Online-Fahrdienst-Plattform Didi sei mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,07 Millionen Yuan (165.240 US-Dollar) belegt worden, da ihre Fahrer wiederholt positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden waren, teilte Beijings Verkehrsbehörde am Sonntag mit.

Didi sei wegen 96 Verstößen mit einer Geldstrafe belegt worden. Darüber hinaus sei auch die Tochter-App Huaxiaozhu aufgrund von 12 Verstößen mit 340.000 Yuan (53.000 US-Dollar) bestraft worden, so die Beijinger Behörde.

Die Behörden betonten, dass es den Online-Fahrdienst („Ride-Hailing“)-Plattformen immer noch an angemessenen Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Epidemie fehle. Es wurde zum Beispiel festgestellt, dass einige ihre Autos nicht vollständig desinfiziert oder nicht wie vorgeschrieben für eine angemessene Belüftung gesorgt hätten. Einige Fahrer hätten zudem weder selbst Masken getragen noch von ihren Fahrgästen nicht verlangt, dass sie Masken tragen.

Chinas Hauptstadt erließ am Sonntag daher sieben verschärfte Maßnahmen für die Online-Fahrdienst-Branche. Dazu gehören unter anderen die Auflagen, dass die Fahrer Temperaturmessungen vornehmen, jederzeit eine Maske tragen, einen negativen Nukleinsäuretest vorlegen und sich vom Unternehmen impfen lassen müssen. Sollte sich ein Fahrgast weigern, eine Maske zu tragen, dürfen die Fahrer ihn nicht mitnehmen.

Huaxiaozhu hat seine Dienste für eine Woche ausgesetzt, nachdem bei drei Fahrern in Beijing COVID-19 diagnostiziert worden war. Am 4. Januar verkündete Didi, dass es täglich 9.000 Fahrer von Didi und Huaxiaozhu auf das Coronavirus testen würde.

Ein Fahrer der Plattform, der in der nordostchinesischen Provinz Liaoning positiv auf das Virus getestet wurde, hat eine Debatte darüber ausgelöst, wo genau man ansetzen könnte, um das Risiko im Auto zu reduzieren.

Beamte des Beijinger Verkehrswesens schlugen vor, dass alle Plattformen und Unternehmen im öffentlichen Verkehr, die gegen die Regeln verstoßen, mit hohen Strafen belegt werden sollten. Diese sollten überdies auch öffentlich gemacht werden.

Beijing hat Anbietern von Online-Fahrdiensten bereits verboten, in Gebiete außerhalb der Hauptstadt zu fahren, die als Mittel- oder Hochrisikogebiete für das Coronavirus gelten.