Das Panoramafoto vom 12. September 2020 zeigt das Houhai-Gebiet im Nanshan-Bezirk in Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong.

Die chinesische Wirtschaft hat angesichts der COVID-19-Pandemie eine starke Widerstandsfähigkeit gezeigt und erlebt mittlerweile wieder einen robusten Aufschwung. China ist damit nicht nur die weltweit einzige große Volkswirtschaft, die 2020 ein positives Wachstum verzeichnen konnte, sondern gibt auch Impulse für die globale wirtschaftliche Erholung.

Diese Wachstumsdynamik sollte sich auch im aktuellen Jahr fortsetzen, mit einer verstärkten grünen Entwicklung, wissenschaftlich-technischen Innovationen und einer Erholung der Industrieproduktion. Daraus würden sich automatisch auch mehr Chancen für die ganze Welt ergeben, wie Experten betonen.

Im Folgenden finden Sie fünf Schlüsselsätze, die die Aussichten für Chinas wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2021 beschreiben.

STARKE ERHOLUNG

Menschen arbeiten am 19. Februar 2020 in der Montagewerkstatt der FAW-Volkswagen Automobile Co., Ltd. in Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan.

Eine Reihe von antizyklischen Anpassungen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 haben im Jahr 2020 bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. Die Maßnahmen hätten zu einem Wachstum der Wirtschaftsindikatoren, einer Belebung der industriellen Aktivitäten und einer Wiederaufnahme des Dienstleistungssektors geführt, so ein von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) veröffentlichtes Blue Paper.

Chinas Wirtschaft wird sich wahrscheinlich weiter stabilisieren und im Jahr 2021 und darüber hinaus dank der vorteilhaften Bedingungen wie zum Beispiel des riesigen Binnenmarkts oder der steigenden Urbanisierungsrate ein qualitativ hochwertiges Wachstum erreichen.

GRÜNES WACHSTUM

Die Luftaufnahme vom 19. August 2020 zeigt Windturbinen im malerischen Ort Jiucaiping in der südwestchinesischen Provinz Guizhou.

China rief auf einer Reihe von hochkarätigen internationalen Konferenzen zu einem „grünen Aufschwung" auf und versprach, noch vor 2030 damit zu beginnen, seine Kohlendioxidemissionen zu senken und vor 2060 sogar Kohlenstoffneutralität zu erreichen.

Zu diesem Zweck wird China einen Aktionsplan formulieren, damit die Kohlendioxidemissionen bereits vor 2030 reduziert werden können. Auf der Zentralen Wirtschaftsarbeitskonferenz im Dezember 2020 hieß es, dass China Gebieten mit vorteilhaften Bedingungen Unterstützung anbieten werde, um es ihnen zu ermöglichen, bereits vor dem Zeitplan mit der Reduzierung der Emissionen zu beginnen.

INNOVATIONSGETRIEBEN

Auf der 22. China Hi-Tech Fair (CHTF) in Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong wird am 11. November 2020 ein Roboter vorgestellt, der automatisch Hamburger herstellt.

China hat Innovation ganz oben auf seine Agenda gesetzt und sie zu einer der wichtigsten Triebfedern für seine wirtschaftliche und soziale Entwicklung gemacht.

Offizielle Daten zeigten, dass die Wertschöpfungsproduktion von Chinas Hightech-Produktionssektor in den ersten drei Quartalen 2020 um 5,9 Prozent wuchs - 4,7 Prozentpunkte höher als das Wachstum der gesamten Industrieproduktion.

WIEDERAUFNAHME UND AUFWERTUNG

Ein Arbeiter testet am 29. November 2020 in einer Lithiumbatteriefabrik in Tangshan in der nordchinesischen Provinz Hebei gerade fertiggestellte Batteriepacks.

China wird im Jahr 2021 voraussichtlich eine stetige Verbesserung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite erleben. Der Grund dafür ist, dass die Produktion in den Fabriken und der Konsum aufgrund der starken wirtschaftlichen Erholung wieder an Wachstumsdynamik gewinnen.

In den ersten 11 Monaten des Jahres 2020 stiegen die Gewinne von Chinas großen Industrieunternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf mehr als 5,74 Billionen Yuan (rund 887 Milliarden US-Dollar). Das ist ein Zuwachs von 1,7 Prozentpunkten gegenüber den ersten zehn Monaten.

BEKENNTNIS ZUR ÖFFNUNG

Die Luftaufnahme vom 1. Januar 2021 zeigt einen China-Europa-Güterzug mit Ziel Duisburg bei der Abfahrt vom Tuanjiecun-Bahnhof im südwestchinesischen Chongqing.

Mit der Unterzeichnung des bahnbrechenden Abkommens der „Regionalen, umfassenden Wirtschaftspartnerschaft“ (RCEP) sowie dem Abschluss der Verhandlungen über das China-EU-Investitionsabkommen hat China seine Verbindungen mit dem Rest der Welt im Jahr 2020 weiter gestärkt. Mit diesen Abkommen wird China im Jahr 2021 ein noch höheres Maß an regionaler wirtschaftlicher Integration mit Südostasien und Europa erreichen.