China ist im Jahr 2019 weiterhin der zweitgrößte Geber von Auslandsinvestitionen geblieben, die Zahlungen des Landes beliefen sich auf 136,91 Milliarden US-Dollar, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht.

In dem Bericht, der vom Handelsministerium, dem Nationalen Statistikbüro und der Staatlichen Devisenbehörde herausgegeben wurde, heißt es, die Auslandsinvestitionen (ODI) hätten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent verringert.

Analysten zufolge werden die Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen trotz des Rückgangs der Weltwirtschaft nicht nur kurzfristig Beschäftigung und Steueraufkommen in den betreffenden Ländern stabilisieren, sondern auch das Vertrauen in die Märkte stärken, um die langfristige wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen.

Ende 2019 erreichte der Bestand von Chinas ODI – der Wert des Eigenkapitals und der Nettokredite an Unternehmen in ausländischen Volkswirtschaften – einen Wert von 2,2 Billionen US-Dollar und lag damit hinter den Vereinigten Staaten (7,7 Billionen US-Dollar) und den Niederlanden (2,6 Billionen US-Dollar).

Zhou Mi, ein leitender Wissenschaftler an der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Beijing, sagte: „Chinesische Unternehmen entfalten ein hohes Maß an wirtschaftlicher Aktivität im Ausland und stellen neue Wachstumstreiber für eine schnellere Entwicklung in den Gastländern dar.“

Chinesische Unternehmen könnten den gastgebenden Volkswirtschaften beim Kampf gegen COVID-19 helfen, indem Chinas Erfahrung und medizinische Schutzgüter bereitgestellt werden, für die China Produktionskapazität hat, fügte er hinzu.

Wang Maobin, der Vorsitzende der Abteilung für Investitionen an der Universität für internationalen Handel und Wirtschaft in Beijing, sagte, als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt habe Chinas ODI in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum beibehalten.

Von diesen Investitionen, die immer auf kommerziellen Prinzipien und Prinzipien des gemeinsamen Nutzens aufbauen, würden alle beteiligten Parteien profitieren.

Obwohl COVID-19 einen schwerwiegenden Einfluss auf die Weltwirtschaft hatte, habe China dank seiner erfolgreichen Maßnahmen zur Kontrolle der Epidemie eine starke wirtschaftliche Erholung gezeigt. Auch der Fluss von ODI werde stabil bleiben, versicherte er.

Chinas Unternehmen in Übersee haben in den gastgebenden Ländern einen bedeutenden Beitrag zu Steuern und Beschäftigung geleistet und Win-Win-Effekte hervorgebracht.

Im Jahr 2019 entrichteten Chinas Unternehmen im Ausland insgesamt 56 Milliarden US-Dollar Steuern in den Ländern, in denen sie tätig waren. Sie beschäftigten dort 2,27 Millionen ausländische Mitarbeiter und damit 389.000 mehr als noch im Jahr 2018.

Investitionen von Chinas Auslandsunternehmen machten 4,7 Prozent des nationalen Exportwerts der Güter aus oder 116,7 Milliarden Yuan (17,27 Milliarden US-Dollar). Der Absatz stieg auf 2,51 Billionen US-Dollar, ein Anstieg von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Jedoch wies Wang auch darauf hin, dass China auf die Qualität seiner Auslandsinvestitionen achten sollte, um seinem Entwicklungsmodell der dualen Zirkulation besser gerecht werden zu können, bei dem die Nachfrage aus den Inlandsmärkten durch Investitionen in Volkswirtschaften im Ausland erfüllt wird.