Der chinesische Automarkt hat sich schrittweise von der Corona-Pandemie erholt und verzeichnet seit fünf aufeinander folgenden Monaten ein positives Wachstum.

Nach Angaben des führenden Verbands der chinesischen Automobilindustrie wird in den traditionellen Spitzenmonaten September und Oktober mit einer noch besseren Marktperformance gerechnet.

Laut den jüngsten Statistiken des Chinesischen Verbandes der Automobilhersteller (China Association of Automobile Manufacturers, CAAM), die am Donnerstag veröffentlicht wurden, beliefen sich die Verkäufe im August auf 2,19 Millionen Einheiten und lagen damit 11,6 Prozent über dem Vorjahr und 3,5 Prozent über dem Vormonat.

Von diesen Verkäufen entfielen 1,76 Millionen, und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, auf Personenkraftwagen.

In den ersten acht Monaten wurden in China 14,55 Millionen Fahrzeuge verkauft, 9,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu den ersten sieben Monaten schrumpfte der Rückgang um drei Prozentpunkte.

Nach Angaben des CAAM erhöhte sich das Kundenvertrauen, nachdem die Regierung saisonale Verbrauchsinitiativen und Werbeveranstaltungen für Elektrofahrzeuge in ländlichen Regionen startete.

Die Automobilnachfrage litt bereits, bevor China im Februar seine Werke und Händlervertretungen schloss, um das Coronavirus zu bekämpfen.

Weitere neue Modelle werden auf der kommenden Automobilmesse in Beijing auf den Markt kommen, die Reisenachfrage wird zudem während des Mittherbstfestes und des Nationalfeiertags Anfang Oktober steigen. Der traditionelle "goldene September und silberne Oktober", das heißt, der Zeitraum mit der besten Marktperformance des Jahres, wird nach Einschätzung des Verbandes ebenfalls für ein starkes Umsatzwachstum sorgen.

Das Segment der mit neuen Energien betriebenen Fahrzeuge erzielte im August ermutigende Resultate, der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 25,8 Prozent auf 109.000 Einheiten. In diesem Jahr wurden bislang 596.000 Einheiten verkauft. Zum Segment gehören batteriebetriebene Elektro-, Plug-in-Hybrid- und Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge.

Elektrofahrzeug-Startups, von den heimischen Unternehmen Nio und Xpeng bis hin zum US-Hersteller Tesla, erweitern ihre Produktionskapazitäten in China, die eine wichtige Rolle auf dem Markt spielen.

Die chinesischen Kunden würden die Produkte der Startups allmählich akzeptieren und es gebe vielversprechende Anzeichen für die Entwicklung in naher Zukunft, erklärte Xu Haidong, stellvertretender Chefingenieur des CAAM.

Die Umsatzsteigerung sei durch Verkaufsförderungsveranstaltungen in ländlichen Regionen und durch die Unterstützung der Lokalregierungen angeheizt worden, sagte Xu. Das vielversprechende Wachstum bei mit erneuerbaren Energien betriebenen Fahrzeugen werde in den nächsten Monaten erhalten bleiben und wahrscheinlich 1,1 Millionen Fahrzeuge für das gesamte Jahr erreichen, fügte er hinzu.

Chinesische Automarken verkauften im vergangenen Monat 655.000 Personenkraftwagen und damit 6,3 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich. Ihr Marktanteil erhöhte sich im August leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 37,3 Prozent und markierte damit den ersten Anstieg der vergangenen fünf Monate.

Die heimischen Marken hätten sich bemüht, die Optik ihrer Fahrzeuge sowie deren Qualität und intelligente Features zu verbessern, um den Kundenwünschen gerecht zu werden, sagte Xu.