SNOW51 präsentiert sich an der China International Fair for Trade in Services (CIFTIS).

China sei ein rasch wachsender Markt für Wintersport in der Welt, der im Jahr 2022 voraussichtlich einen Umfang von 800 Milliarden Yuan (117 Milliarden US-Dollar) erreichen werde, meinte Li Yingchuan, stellvertretender Leiter von Chinas oberster Sportbehörde auf der World Winter Sports Expo 2020 in Beijing.

Die Regierung habe sich ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt, indem sie 300 Millionen Menschen zum Wintersport bringen will, sagte Henrik S. Stefes, Leiter der Trainingsabteilung von SNOW51, einer österreichischen Einrichtung für professionelle Skiausbildung.

Mit dem Aufstieg des Skisports in China gibt es jedoch einen spürbaren Mangel an qualifizierten Skilehrern. SNOW51 ist an einem Projekt der chinesischen und österreichischen Regierung beteiligt, in dessen Rahmen 1.000 chinesische Skilehrer ausgebildet werden sollen.

In diesem Jahr hat die Skischule gemeinsam mit fünf weiteren Unternehmen, die von der Wirtschaftsabteilung der österreichischen Botschaft eingeladen worden sind, an der China International Fair for Trade in Services (CIFTIS) teilgenommen.

„Wir sind auf der Suche nach weiteren Partnern, die uns beim Projekt '1.000 Skilehrer für China' unterstützen können, um so viele Skilehrer wie möglich auszubilden, damit in Zukunft in China mehr Menschen zum Skilaufen gehen können", sagte Stefes auf der CIFTIS.

Die Wintersportindustrie wachse, und sie müsse wachsen angesichts der Olympischen Winterspiele im Jahr 2022, meinte Stefes.

„China ist der größte Markt, und ich bin gespannt auf die Wintersportbranche hierzulande", sagte Stefes.

Die Zahl der Unternehmen, die in China mit Wintersport zu tun haben, ist von 1950 im Jahre 2015 auf 4650 im Jahre 2020 angestiegen. Ende Juni sind in China mehr als 35 Indoor-Skianlagen und 400 Eisstadien in Betrieb. Bis Ende des Jahres werden es sogar 45 beziehungsweise 500 sein.

China sei ein Markt, auf dem Risiken und Chancen eng beieinanderlägen. Bei einer rasch wachsenden Wirtschaft befänden sich auch Nischensportarten wie Skilaufen und Tauchen im Aufwind, meinte Wu Jiaming, Generalmanager der Abteilung für europäischen Marken beim Nanjinger Unternehmen BC Sports Products.

Das Unternehmen, das Generalvertreter für den österreichischen Hersteller HEAD in China ist, hat auf der CIFTIS Skiausrüstungen präsentiert. Wu sagte, dass der Markt für Skisport in den Anfängen stünde und dass sein Unternehmen den Markt für Skiausrüstungen entwickeln möchte. In den nächsten drei Jahren strebe BC Sports Products einen Marktanteil von dreißig Prozent an. Darüber hinaus möchte es einen Skizirkus unter freiem Himmel organisieren sowie ein überdachtes Stadion bauen, um den Menschen ganz neue Sporterfahrungen zu vermitteln.