Carrie Lam

Die für den 6. September vorgesehene Wahl des Legislativrats der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong wird wegen der sich verschlechternden Situation der COVID-19-Pandemie verschoben.

Die Hongkonger Chefadministratorin Carrie Lam sagte am Freitag, es sei die schwerste Entscheidung, die sie in den vergangenen sieben Monaten seit dem Ausbruch der Pandemie getroffen habe. Die Entscheidung sei auf die Gesundheit der Menschen ausgerichtet und werde von der Zentralregierung unterstützt.

Die chinesische Zentralregierung, das Büro für Hongkong- und Macao-Angelegenheiten beim chinesischen Staatsrat und das Verbindungsbüro der Zentralregierung in Hongkong haben sich am gleichen Tag in Erklärungen für die Entscheidung der Hongkonger Regierung ausgesprochen.

Die Verschiebung zeige das große Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Leben und der Gesundheit der Einwohner Hongkongs und sei ein notwendiger Schritt, der vernünftig und legitim sei, so das Büro für Hongkong- und Macao-Angelegenheiten beim chinesischen Staatsrat.

Die Hongkonger Gesundheitsbehörden meldeten am Freitag 121 Neuinfektionen mit COVID-19. Es handelte sich bereits um den zehnten Tag mit über 100 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden.

Bisher wurden in Hongkong 3.272 COVID-19-Infektionen gemeldet, 27 Personen starben an den Folgen des Virus.