Medienberichte, denen zufolge sogenannte chinesische Hacker seit Mai den Vatikan ins Visier genommen haben, werden die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten nicht beschädigen, sagte ein Experte. Papst Franziskus habe bisher eine positive und freundschaftliche Haltung gegenüber China gezeigt, sagte ein Pfarrer im Vatikan.

Auf dem St. Peter's Square in Vatikan. (Foto von china.org.cn)

Die New York Times berichtete am Mittwoch, dass die Computersysteme des Vatikans seit Mai von chinesischen Hackern angegriffen würden, und behauptete, dies verärgere den Vatikan und mache die Beziehungen mit der chinesischen Regierung schwieriger.

Bei der Ermittlung der Quelle eines Cybersicherheitsvorfalls sollten ausreichende Beweise vorgelegt werden, anstatt willkürliche Beschuldigungen, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

„Ich glaube nicht, dass solche Berichte die Beziehungen zum Vatikan stark beeinträchtigen werden“, sagte Francesco Sisci, ein leitender Forscher am Center of European Studies der Renmin-Universität und Experte für den Vatikan, am Mittwoch der Global Times.

„Der Vatikan wird darüber nicht verärgert sein“, sagte er und merkte an, dass nun, angesichts der Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten, der Dialog mit dem Vatikan für China sehr wichtig sei.

Papst Franziskus habe bisher eine gute und freundliche Haltung gegenüber China gezeigt und er hoffe, dass sich die bilateralen Beziehungen in eine positive Richtung entwickeln, sagte Vincenzo Han Duo, der Vizerektor der Päpstlichen Universität Urbaniana, der Global Times am Mittwoch.