In einem Video auf Facebook wird behauptet, dass Metallstreifen in manchen Atemschutzmasken in Wahrheit 5G-Antennen wären. Das zog breite Aufmerksamkeit auf sich. Doch nun ist es für Gerüchteverbreiter an der Zeit, aufzuwachen.

Eine Luftaufnahme vom 15. April 2020 zeigt Arbeiter an der Baustelle einer 5G-Station in der Hightechzone von Chongqing im Südwesten Chinas.

„Die Antennenkiller! 5G-Antennenkiller – das ist in den Masken drin, die wir jetzt alle tragen sollen“, hieß es in dem Clip, den die amerikanische Verschwörungstheoretikerin Makedah Boyce am 20. Juni verbreitete.

„Sie sagen dir, dass du die Maske aufsetzen sollst, sodass du direkt über den Nasenlöchern einatmen kannst. Dann geht es ins Gehirn und fängt an, es zu zerstören“, sagte die Sprecherin, die ihren Zuschauern dazu riet, sich eigene Atemschutzmasken zu machen. Das Video wurde von Facebook als Falschinformation markiert.

Tatsächlich dient der Metallstreifen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur dazu, die Schutzwirkung der Masken zu erhöhen.

In einem Video der WHO, indem erklärt wird, wie man die Masken trägt, sagt die Infektionsexpertin Dr. April Baller: „Stellen Sie sicher, welche Seite oben ist, das ist normalerweise die Seite mit dem Metallstreifen.“ Dann erklärt Baller, wie die Maske korrekt aufgesetzt wird und erklärt: „Drücken Sie den Metallstreifen so zusammen, dass er sich der Form der Nase anpasst.“

In einem Nachrichtenvideo von Bloomberg deutet Seto Wing Hong, der stellvertretende Direktor des WHO-Kooperationszentrums für die Kontrolle und Epidemiologie von Infektionskrankheiten, auf das obere Ende der Maske und sagt: „Sehen Sie das hier? Dieses, enge, kleine, dicke Band? Das sollte oben liegen. Warum? Wenn man die Maske einmal aufgesetzt hat, drückt man es zusammen, sodass es die Nase umschließt, und dann ziehen Sie die Maske herunter.“

„Der Metallstreifen ermöglicht es den OP-Masken, sich der Form der Nase anzupassen, damit sie einen besseren Sitz haben“, zitierte Reuters einen Sprecher des Atemschutzmaskenherstellers 3M.

Zu den Gesundheitsrisiken von 5G sagte die WHO im Februar auf ihrer Webseite, dass „nach langer Forschung keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit festgestellt wurden, die auf drahtlose Technologien zurückzuführen sind.“