Die Nachfrage nach Online-Vermögensverwaltung hat in der Zeit nach der Epidemie bei chinesischen Familien stark zugenommen, und mehr Menschen sind bereit, in Fonds zu investieren.

Die Nachfrage nach Online-Vermögensverwaltung hat in der Zeit nach der Epidemie bei chinesischen Familien stark zugenommen, und mehr Menschen sind bereit, in Fonds zu investieren, berichtete die chinesische Finanznachrichtengruppe Yicai unter Berufung auf einen aktuellen Bericht. In diesem Jahr betrug der Anteil junger Menschen unter 30 Jahren 52,9 Prozent aller Investoren, die neu in den Fondsmarkt eintraten, wie aus einem Bericht hervorgeht, der vom Umfrage- und Forschungszentrum für chinesische Haushaltsfinanzierung der Southwestern University of Finance and Economics und dem Ant Group Institute veröffentlicht wurde.

Privatanleger würden rationaler, da immer mehr Menschen Fonds anstelle von Aktien bevorzugen, sagte Wang Jun, Geschäftsleiter der Abteilung für digitales Finanzvermögen unter dem Fintech-Riesen Ant Group, der die mobile Zahlungsplattform Alipay betreibt. Die COVID-19-Epidemie fördere die Nachfrage nach Online-Vermögensverwaltung und erweitere die Gruppe der Investoren auf Senioren und Einzelpersonen, die nicht in erst- und zweitrangigen chinesischen Städten wohnen, sagte Gan Li, Direktor des oben genannten Umfrage- und Forschungszentrums.

Gegenwärtig ist die Rate der Familien, die Online-Vermögensverwaltung beanspruchen, von 5,4 Prozent im Jahr 2015 auf 11,3 Prozent gestiegen. Insbesondere lag der Index für die Bereitschaft zur Online-Investition für Personen unter 30 Jahren bei 108,8, während er für Personen zwischen 51 und 60 Jahren bei 103,6 lag. Mit steigendem Familieneinkommen, zunehmender Alterung der Bevölkerung und größer werdenden Verstädterungsraten habe die Nachfrage nach Vermögensverwaltung in chinesischen Haushalten rapide zugenommen, sagte Tu Guangshao, Präsident des Shanghai Finance Institute.

Die Struktur des Familienvermögens erfährt ebenfalls Veränderungen, beispielsweise von Ersparnissen zu Vermögensverwaltung, von Immobilien zu Finanzanlagen und vom Inlandsmarkt zum Weltmarkt. Nach Angaben des Credit Suisse Research Institute stieg das Gesamtvermögen der chinesischen Haushalte von 3,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2000 auf 63,8 Billionen US-Dollar im Jahr 2019, was 18 Prozent der weltweiten Gesamtsumme entspricht und weltweit hinter den USA an zweiter Stelle steht.