Dem Chinesischen Zentrum für Krankheitskontrolle und -verhütung (CDC) zufolge unterscheidet sich der Virusstamm aus dem aktuellen Beijing-Cluster von dem im ehemaligen Epizentrum Wuhan. Er sei im Grunde vergleichbar mit dem in Europa, allerdings älter.

Chinas Zentrum für Krankheitskontrolle und -verhütung (CDC) erklärte, dass das weiter anhaltende Coronavirus-Cluster in Beijing nicht durch eine Übertragung von Tier zu Mensch verursacht worden sei. In einem entsprechenden CDC-Bericht heißt es nun, dass die Ansteckungen vermutlich hauptsächlich durch direkten Kontakt zwischen Menschen oder indirekten Kontakt über die Oberfläche kontaminierter Objekte verursacht werden.

Der Bericht besagt auch, dass der lokale Ausbruch nicht durch dieselben Virusstämme aus Wuhan, dem einstigen Epizentrum der Coronavirus-Epidemie in China, verursacht worden sei, und genauso wenig durch jene, die in den einheimischen Fällen in Beijing in der Zeit vor April vorlagen.

Eine genetische Analyse von drei Virusproben habe gezeigt, dass das Virus im Beijing-Cluster mit einem europäischen Stamm zusammenhänge, wobei das Virus jedoch „älter" sei als das in Europa vorherrschende.

Wu Guizhen, Chefexpertin für Biosicherheit am CDC, sagte, dass die Virusstämme in Beijing im Grunde die gleichen seien wie die in Europa im März und April.

In Beijing wurde der Virusstamm erstmals am 11. Juni gemeldet und hat bislang innerhalb von 15 Tagen zu insgesamt 280 lokalen Infektionen geführt.