Die steigende Zahl von Singles in China wird einen neuen Konsum ankurbeln und in Zukunft zu einer wichtigen Konsummacht werden, heißt es in einem aktuellen Bericht von Nielsen.

Eine Anwohnerin macht ein Selfie vor einer Malerei auf einem alten Gebäude in Chongqing (Foto vom 14. April).

Die steigende Zahl von Singles in China wird einen neuen Konsum ankurbeln und in Zukunft zu einer wichtigen Konsummacht werden, heißt es in einem aktuellen Bericht von Nielsen. Der Bericht folgte auf konzertierte Anstrengungen zur Stimulierung der Inlandsnachfrage und des Verbrauchs mit dem Ziel, die wirtschaftliche Erholung nach COVID-19 zu unterstützen. Nielsen veröffentlichte am Dienstag seinen Bericht über den Aufstieg der chinesischen Singles-Economy, in dem es heißt, dass angesichts der weiter wachsenden Zahl von Singles die Verbrauchskraft nicht unterschätzt werden sollte und neuen Konsum ankurbeln wird.

Für den Bericht wurde eine Analyse der Merkmale und des Konsumverhaltens von Singles durchgeführt, um Marken und Einzelhändlern zu helfen, den chinesischen Konsummarkt besser zu verstehen und ein präzises Marketing zu erreichen. Justin Sargent, Präsident von Nielsen China, sagte: "Die 'Single Economy' ist das Erstarken des Konsumbewusstseins von Singles, das ihr Streben nach einem Leben von höherer Qualität widerspiegelt." Dem Nielsen-Bericht zufolge sind Singles in China eher bereit, qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen.

In den kommenden zwölf Monaten haben 75 Prozent der Singles Pläne, Kleidung zu kaufen, im Vergleich dazu haben nur 65 Prozent der Nicht-Singles dies vor. Ungefähr 35 Prozent der befragten Singles gaben an, hochwertige Kleidung zu einem relativ hohen Preis zu kaufen, während nur 25 Prozent der Nicht-Singles eine solche Wahl treffen werden, besagt der Bericht. Im kommenden Jahr planen rund 41 Prozent der Singles den Kauf von Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 28 Prozent der Nicht-Singles. Die Hälfte der Singles ist bereit, Produkte von hoher Qualität zu kaufen, obwohl der Preis relativ hoch ist, während etwa 43 Prozent der Nicht-Single-Verbraucher dies tun würden.

Der Nielsen-Bericht zeigt auch, dass Singles bereit sind, Geld auszugeben, um ihr Leben angenehmer zu gestalten. Ungefähr 52 Prozent der Singles konsumieren aus Bequemlichkeit und Zeitersparnis, im Vergleich zu 39 Prozent der Nicht-Singles. Alleinstehende haben auch ein starkes Bedürfnis nach Gesellschaft, was dazu führt, dass sie mehr für Geselligkeit und Haustiere bezahlen. Dem Bericht zufolge geben 28 Prozent der Singles ihre Ersparnisse bei Restaurantessen aus, verglichen mit 20 Prozent der Nicht-Singles. 26 Prozent der Singles sind bereit, für Outdoor-Aktivitäten zu bezahlen, während 23 Prozent der Nicht-Singles bereit dazu sind. Daten von Nielsen zeigten auch, dass 57 Prozent der Tierhalter noch nicht verheiratet sind.

Alleinstehende sind große Förderer der "Night Economy". Elf Prozent der Singles betreiben normalerweise von elf Uhr abends bis spät in die Nacht kulturelle Aktivitäten und Freizeitaktivitäten, verglichen mit nur sechs Prozent der Nicht-Singles.