Die COVID-19-Pandemie wütet noch immer in vielen Ländern der Welt. Manche Beobachter reden vom schwindenden Einfluss Amerikas oder Chinas. Doch tatsächlich sollten alle Staaten die weltweite Kooperation und die Global Governance stärken.

Die COVID-19-Pandemie hält die Welt noch immer in Atem. Nach den Zahlen des Johns Hopkins Coronavirus Resource Center hat die Zahl der bestätigten Infektionen am Mittwoch die Marke von 4,9 Millionen überschritten.

Aufgrund der gemeinsamen Bedrohung denken einige Beobachter darüber nach, in welche Richtung die post-epidemische Welt steuern könnte. Eine der jüngsten Debatten kreist um die Frage, ob die Krise eine „De-Sinisierung“ oder eine „De-Amerikanisierung“ zur Folge hat.

Einige glauben, dass die Pandemie die sogenannte „exzessive Abhängigkeit“ von Chinas verarbeitendem Gewerbe offengelegt hat. Daher glauben sie, dass diese Länder nach der Pandemie Maßnahmen ergreifen sollten, um die Abhängigkeit von China in den Lieferketten zu reduzieren. Andere glauben, dass die Krise die inkompetente Führung der Vereinigten Staaten offenbart hat und die Bonität des US-Dollar und amerikanischer Staatsanleihen gefährdet sei.

Ein Ziel der Marktwirtschaft besteht darin, dass die produktiven Ressourcen frei koordiniert werden, um den Profit zu maximieren. Trotz der gegenwärtigen Revolution auf den Gebieten der Informations- und Kommunikationstechnologie hat sich die Natur der Marktwirtschaft nicht wesentlich geändert. Die Welt nach der Pandemie ist immer noch auf Globalisierung von hoher Qualität angewiesen. Jeder Versuch, sich substanziell aus dem Prozess der Globalisierung zurückzuziehen, oder die endogene Nachfrage der Marktwirtschaft mit nichtmarktwirtschaftlichen Faktoren zu blockieren, mündet in eine Sackgasse.

Das wahre Problem ist nicht die Frage, ob man die Globalisierung verleugnet, sondern ob Staaten die Globalisierung umfassend, tiefgreifend und genau erfassen können. Können Sie die Risiken und Herausforderungen im Prozess der gegenwärtigen und zukünftigen Globalisierung verstehen?

Es ist notwendig, die Global Governance zu stärken, damit die Pandemie effektiv bewältigt werden kann. Das neuartige Coronavirus bedroht die Gesellschaft als Ganzes. Die Situation verlangt, dass alle Staaten, einschließlich China und die USA, ihre komparativen Vorteile nutzen und effektiv und pragmatisch miteinander kooperieren.

COVID-19 macht deutlich, dass die Mentalität des Kalten Krieges im 21. Jahrhundert aufgegeben werden muss. Es sollte ein Konsens unter den Menschen sein, dass alle Länder ihre komparativen Vorteile voll zur Geltung bringen können. Die wichtigsten Mächte müssen die internationale Verantwortung gemeinsam schultern, die Risiken und Herausforderungen im Prozess der Globalisierung korrekt handhaben und die Revolution der Global Governance fördern. Alle Seiten sollten zusammenarbeiten, um eine Schicksalsgemeinschaft der Menschheit zu errichten. Nur so können der Coronavirus besiegt und eine strahlende Zukunft gestaltet werden.