Huawei-Smartphones während der jüngsten Neujahrsfeier des Unternehmens in Brüssel [Foto für China Daily]

Smartphone-Hersteller arbeiten hart daran, den normalen Betrieb aufrechtzuerhalten, während der Ausbruch des neuartigen Coronavirus die Logistik-, Liefer- und Fertigungsabläufe vor Herausforderungen stellt.

Die Bemühungen kommen zur gleichen Zeit, da eine Prognose besagt, dass aufgrund der Epidemie die Smartphone-Lieferungen aus China in diesem Jahr voraussichtlich um 5 Prozent zurückgehen werden, während auch die weltweiten Smartphone-Lieferungen voraussichtlich um 2 Prozent zurückgehen werden.

Chen Mingyong, CEO von Oppo, einem chinesischen Smartphone-Riesen, sagte, es sei nicht zu leugnen, dass der Ausbruch einen gewissen Einfluss auf das Unternehmen haben werde, dieser sei jedoch nur vorübergehend.„Die Entwicklungsdynamik von Oppo wird sich nicht ändern, da sich die Grundlagen des Unternehmens nicht geändert haben und sich auch der Trend der gesamten Branche nicht geändert hat", sagte Chen.

Das in Dongguan in der Provinz Guangdong ansässige Unternehmen bietet für die meisten seiner Mitarbeiter Arbeit von Zuhause (Home Office) an, und seine Produktionszentren in Indonesien, Indien, Algerien und Bangladesch werden das Unternehmen bei der Herstellung von Mobiltelefonen weltweit unterstützen.

Die Bemühungen folgen dem jüngsten Bericht des Marktforschungsunternehmens Strategy Analytics, wonach der Ausbruch des neuartigen Coronavirus die Lieferung und Herstellung von Smartphones beeinträchtigen werde, wobei die größten Auswirkungen wahrscheinlich auf den chinesischen Smartphone-Markt zu erwarten seien.

China stellt 70 Prozent aller Smartphones der Welt her. Jede Verzögerung des Betriebs von Fabriken durch Quarantäne oder Reisebeschränkungen werde unweigerlich zu einem vorübergehenden Arbeitskräftemangel führen, so Strategy Analytics. Andere angeschlossene Volkswirtschaften wie Japan oder die USA werden ebenfalls einen Welleneffekt verspüren.

Dennoch bemühen sich chinesische Smartphone-Unternehmen, einen Teil ihrer Arbeit wieder aufzunehmen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Gesundheit ihrer Mitarbeiter nicht beeinträchtigt wird.

Huawei sagte, das Unternehmen habe den normalen Betrieb und die Produktion von Unterhaltungselektronik und Telekommunikationsgeräten wieder aufgenommen, wobei sich der größte Teil seines wiedererlangten Geschäfts in Dongguan befinde.

Vivo, ein weiterer bedeutender Hersteller von Smartphones, sagte, das Unternehmen habe eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen, und werde kontinuierlich prüfen, wann die Produktion in der Fabrik wieder normalisiert werden könne.

Auch Xiaomi arbeitet daran, seinen normalen Betrieb aufrechtzuerhalten. Das in Beijing ansässige Unternehmen gab bekannt, dass es am Donnerstag sein neuestes Flaggschiff der Mi 10-Serie per Online-Livestreaming vorstellen wird.

CITIC Securities Co Ltd sagte in seiner jüngsten Studie, dass Elektronikunternehmen im Februar aufgrund von Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Arbeitskräftemangel mit einem geringen Produktionsvolumen konfrontiert sein werden. Es sei jedoch wichtig zu erwähnen, dass Unternehmen, die in Übersee präsent sind, eine hochgradig automatisierte Produktion betreiben und über fundierte Forschungskenntnisse verfügen weitaus weniger von der Epidemie betroffen sein würden.

Laut CITIC Securities ist das erste Quartal für die meisten Unternehmen der Elektronikindustrie die traditionelle Nebensaison und macht weniger als 20 Prozent ihres Jahresumsatzes aus. Die Auswirkungen des Virus auf die Branche seien somit noch abzuwarten.