Auf Ersuchen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (International Civil Aviation Organization, ICAO) haben die meisten Länder der Welt Flugverbindungen mit China aufrechterhalten. Dies sagten Beamte der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde (Civil Aviation Administration of China, CAAC) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Die ICAO drängte die Regierungen der Staaten, den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu folgen und von Beschränkungen abzusehen, die mit den internationalen Gesundheitsvorschriften nicht vereinbar sind, sowie unnötige negative Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr zu vermeiden.

Der Internationale Luftverkehrsverband, der asiatisch-pazifische Luftverkehrsverband und andere Organisationen der Luftfahrtindustrie folgten diesem Beispiel und forderten die Regierungen auf, nicht über zu reagieren.

Laut CAAC haben die Luftfahrtbehörden von mehr als 40 Ländern bis zum 11. Februar positiv reagiert und ihre Wertschätzung und Unterstützung für die von China ergriffenen Präventions- und Kontrollmaßnahmen zum Ausdruck gebracht.

Unter ihnen hat Äthiopien zugesagt, die Flüge nach China aufrechtzuerhalten; Kambodscha hat erklärt, dass es Flüge nicht mit administrativen Mitteln verhindern oder reduzieren, sondern in der kritischen Zeit mit der chinesischen Bevölkerung zusammenarbeiten wird.

Das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland, Japan, Dänemark, Schweden, Norwegen und andere Länder haben ebenfalls deutlich gemacht, dass sie den Flugbetrieb nicht durch administrative Mittel eingeschränkt haben.

Das US-Verkehrsministerium hat zwei Flugstrecken genehmigt, die von Air China zwischen Beijing, Los Angeles und San Francisco und zwischen Beijing, New York und Washington D.C. geflogen wird, um den kurzfristigen Bedarf in besonderen Zeiten zu decken.

Russland sagte, dass es die Direktverbindungen zwischen Beijing, Shanghai, Guangzhou und Moskau aufrechterhalten werde, um kontinuierliche Flugverbindungen zu gewährleisten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate verpflichteten sich, ihr Ziel Beijing beizubehalten. Die zuvor unterbrochene Pakistanroute wurde am 3. Februar von China Southern Airlines zwischen Urumqi und Islamabad wieder aufgenommen.

Die meisten Länder erklärten, dass die derzeitigen Beschränkungen vorübergehend seien und dass sie die Wiederaufnahme der Flüge aktiv in Erwägung ziehen würden, sobald es Anzeichen für eine Verbesserung der Epidemiebekämpfung gebe.

Derzeit betreiben chinesische und ausländische Fluggesellschaften weiterhin 710 internationale Strecken zwischen China und 46 Ländern mit insgesamt 2.610 Passagier- und Frachtflügen, die 120 Städte in der Welt verbinden.