China ermutigt die Öffentlichkeit zur Überwachung karitativer Aktivitäten. Dies sagte ein Vertreter des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses, dem obersten Gesetzgebungsorgan des Landes.

Jede Organisation oder Einzelperson könne illegale Wohltätigkeitsaktivitäten bei den Behörden für zivile Angelegenheiten, Wohltätigkeitsverbänden oder anderen zuständigen Behörden melden, sagte Guo Linmao, Beamter in der Kommission für Gesetzgebungsfragen des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses.

Guo sagte dies als Reaktion auf Fragen zu Unregelmäßigkeiten und Mangel an Transparenz im Umgang mit gespendeten Geldern und Gegenständen während des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus.

Nach chinesischem Recht sind die Behörden für zivile Angelegenheiten für die Überwachung und Kontrolle von Wohltätigkeitsaktivitäten, einschließlich der Aktivitäten der Rotkreuzgesellschaften, zuständig. „Die Rotkreuzgesellschaften sollten die Transparenz verbessern und zur Kontrolle durch die Öffentlichkeit einladen“, sagte Guo.

Das chinesische Recht schreibt zudem vor, dass Wohltätigkeitsorganisationen die Verwendung von gespendeten Geldern und Gegenständen nicht willkürlich ändern oder interessierte Parteien als Begünstigte benennen dürfen. Der Umgang mit gespendeten Geldern und Gegenständen muss auch den Willen der Geldgeber respektieren.

Personen, die bei wohltätigen Aktivitäten gegen das Gesetz verstoßen, werden gemäß dem Gesetz bestraft, insbesondere diejenigen, die heimlich gespendetes Geld und Gegenstände verteilen, unterschlagen, abfangen oder veruntreuen, sagte Guo. Zuwiderhandelnde müssen mit verwaltungs-, zivil- oder strafrechtlichen Ahndungen rechnen.