China versprach am Donnerstag, seine Märkte weiter zu öffnen und die Zölle zu senken und gleichzeitig die Zusammenarbeit innerhalb der Neuen Seidenstraßeninitiative zu vertiefen, um bis 2022 eine qualitativ hochwertige Handelsentwicklung zu erreichen.

In einem vom chinesischen Außenministerium veröffentlichten Dokument heißt es, dass das Land seinen Marktzugang für ausländisches Kapital weiter ausbauen werde, um in aufstrebende Hochtechnologieindustrien und den modernen Dienstleistungssektor zu investieren. Auf diese Weise könnten diese Bereiche zu Triebkräften für die Weiterentwicklung der chinesischen Industrie sowie die qualitativ hochwertige Entwicklung des Außenhandels werden.

China werde die Einfuhrzölle weiter senken und die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Dienstleistungen ankurbeln. Gleichzeitig werde der Schutz der Rechte des geistigen Eigentums verbessert, indem die Strafen für Verstöße erhöht werden. Die Regierung fördere auch die Einführung von modernen Technologien wie künstlicher Intelligenz, Big Data und Blockchain in den Handel.

Zudem werde China die Fleischimporte weiter fördern, so Gao Feng, der Sprecher des Handelsministeriums, am Donnerstag.

„Der anhaltende Handelskrieg könnte die Aktivitäten einiger ausländischer Unternehmen in China beeinträchtigt haben, aber das ist nicht die Hauptursache", sagte Bai Ming, ein Forschungsstipendiat der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, am Donnerstag der Global Times. Das sich wandelnde Produktionsumfeld in China sowie die verführerischere Außenkapitalpolitik in aufstrebenden Regionen wie Südostasien haben zu Veränderungen durch einige ausländische Akteure geführt.

„In der Zwischenzeit sollten wir feststellen, dass China kontinuierlich ausländisches Kapital anzieht, das in fortschrittliche Technologie fließt. Die Beteiligung kommt beiden Seiten zugute, da sie den globalen Kuchen [Kuchen meint hier den Markt für Technologie] vergrößert", erklärte Bai.

China fordert die betreffenden Länder nachdrücklich auf, die Ausfuhrkontrollen für China zu lockern, während China selbst die Bemühungen zum Aufbau eines Ausfuhrkontrollsystems zur Steuerung der Handelsrisiken verstärken werde, heißt es in dem Dokument.

„China braucht ein solches System, um einheimische Marktteilnehmer zu schützen", sagte Bai und fügte hinzu, dass ein bestimmtes Land im Namen der nationalen Sicherheit gegen Technologieexporte nach China vorgehe, was völlig gegen das Prinzip des Freihandels verstoße. „'Nationale Sicherheit' ist zu einem US-Patent geworden, einem Instrument zur Umsetzung von Doppelmoral", bemerkte Bai.

Laut Bai sollte China über eine „unzuverlässige Entitätsliste" verfügen, unabhängig von der Richtung, in die die Handelsgespräche zwischen China und den USA verlaufen.

„Obwohl kein spezifischer Firmenname auf der Liste steht, ist der Mechanismus notwendig", betonte er.

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag gab Gao keine weiteren Informationen über die Liste bekannt.