Nachtansicht von Guangzhou, südchinesische Provinz Guangdong Foto / Xinhua

Laut einem aktuellen Indexbericht einer chinesischen Universität ist die Fähigkeit Chinas zur Regierungsführung in den letzten Jahren weiter gewachsen und liegt als bestes Entwicklungsland mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt (BIP) von knapp 10.000 US-Dollar auf Platz 19.

Der am 24. November von der East China University of Political Science and Law (ECUPL) veröffentlichte Bericht „National Governance Index 2019“, in dem 192 Länder auf der ganzen Welt bewertet wurden, ergab, dass die meisten Länder unter den Top 30 Industrieländer wie die USA, Großbritannien, Deutschland oder Dänemark waren.

Insbesondere die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Chinas in den letzten sieben Jahrzehnten führte an verschiedenen Fronten zu einem raschen Wachstum. Beispielsweise stieg das Pro-Kopf-BIP von 119 Yuan (17 US-Dollar) im Jahr 1952 auf 64.644 Yuan (9189 US-Dollar) im Jahr 2018.

China bringt nicht nur mehr Menschen aus der Armut in ein besseres Leben, sondern spielt zusammen mit anderen BRICS-Mitgliedern auch eine aktivere Rolle bei der globalen Regierungsführung. In einem früheren Bericht von ECUPL mit dem Titel „States' Participation Index of Global Governance" folgt China direkt dem Spitzenreiter aus den USA und belegt den zweiten Platz, wobei Indien und Brasilien den neunten beziehungsweise zwölften Platz belegen.

In dem Bericht wurde festgestellt, dass diese Entwicklungsländer aufgrund ihres Bevölkerungsvorteils eine größere Verantwortung für die globale Regierungsführung (Governance) übernommen haben. Indien und Nepal haben zum Beispiel über 6000 Menschen für friedenserhaltende Missionen ins Ausland entsandt. Einige Entwicklungsländer, wie Indien und China, werden auch zum Rückgrat bei der Lösung wichtiger globaler Governance-Herausforderungen wie der Armutsbekämpfung.

Auf dem 5. BRICS-Gipfel 2013 in Durban in Südafrika betonte Präsident Xi Jinping, dass sich die Gruppe aktiv für die globale Governance einsetzen und gemeinsam an der Planung einer internationalen Entwicklungsagenda für eine ausgewogenere Entwicklung mitwirken sollte.