China hat eine nationale Arbeitsgruppe aus 28 Technologieunternehmen gegründet, um Standards für die Gesichtserkennungsbranche festzulegen und so Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich des Datenschutzes auszuräumen.

China hat eine nationale Arbeitsgruppe aus 28 Technologieunternehmen gegründet, um Standards für die Gesichtserkennungsbranche festzulegen und so Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich des Datenschutzes auszuräumen. Analysten begrüßten den Schritt, da ein maßgeblicher Standard die gesunde Entwicklung der Branche und die Nutzungssicherheit weiter verbessern und die Kosten der Technologie senken kann. SenseTime, ein Unternehmen für künstliche Intelligenz, leitete die Arbeitsgruppe bestehend aus Tencent, iFlytek und Xiaomi. Man Yunxuan, ein Mitarbeiter der PR-Abteilung von SenseTime, teilte am Mittwoch gegenüber Global Times mit, dass sowohl in technologischer als auch in ethischer Hinsicht Standards festgelegt werden, um die Genauigkeit von Algorithmen und Anwendungen zu gewährleisten und um die Datenschutzbedenken der Benutzer auszuräumen.

Die Technologie wird in China häufig für Online-Zahlungen und bei Eintrittskontrollen in Gebäuden eingesetzt. Eine geringe Genauigkeit kann jedoch zu Identitätsfälschungen und ungenügenden Regelungen für das Sammeln und Speichern von Informationen führen, was Datenschutzbedenken auslöst. Im September wurde eine in Nanjing ansässige Universität mit einem Gesichtserkennungssystem ausgestattet, um die Anwesenheitskontrolle zu verbessern, sodass Studenten nicht mehr für nicht anwesende Kommilitonen auf der Anwesenheitsliste unterschreiben. Einige Befürworter meinen, dass die Maßnahme das Klassenmanagement effektiv und transparent macht, während andere der Meinung sind, dass es die Privatsphäre der Schüler verletzt. „Ethik ist für die Entwicklung der Gesichtserkennungstechnologie von entscheidender Bedeutung. Insider müssen sich über die Grenzen bewusst sein, um eine gesunde Entwicklung der Branche zu gewährleisten“, so Zhu Wei, Cybersicherheitsexperte an der China University of Political Science and Law gegenüber Global Times am Mittwoch.

Die Gruppe werde auch bei der Einführung eines internationalen Standards für die Gesichtserkennung mitwirken, der derzeit diskutiert und untersucht wird, sagte Man. „China ist in diesem Bereich weltweit führend, und deshalb haben wir die Verantwortung, zur Festlegung internationaler Standards beizutragen“, fügte Zhu hinzu. Zu der Gruppe gehören auch Tencent, iFlytek, Xiaomi und Dahua Technology, die als führende High-Tech-Unternehmen mit umfangreichen Erfahrungen und fortschrittlichen Technologien gelten. Die Entscheidung wurde kürzlich auf einer Konferenz des China National Information Technology Standardization Network getroffen, auf der auch die Einrichtung weiterer Standardisierungsarbeitsgruppen für mobile Geräte, Iriserkennung und Handvenenerkennung erörtert wurde.