Pläne für Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahnen mit Zügen, die mit einer Geschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde oder mehr fahren, nähmen in mehr chinesischen Städten Gestalt an, um die regionale Integration und das Wirtschaftswachstum zu fördern, sagten Transportanalysten.

Chinas erster Prototyp der 600 km/h schnellen Magnetschwebebahn wurde am 23. Mai 2019 in Qingdao fertiggestellt.

Chengdu, die Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan, erwägt nach dem neuesten Entwicklungsplan der Stadt eine Hochgeschwindigkeits- Magnetschwebebahn zum benachbarten Chongqing mit einer Höchstgeschwindigkeit von sogar 800 Kilometern pro Stunde.

Es wird erwartet, dass die Linien, in denen ein schnell fahrender Zug mit Magneten über den Gleisen schwebt, die Reisezeit zwischen den beiden Städten von einer Stunde und 13 Minuten auf eine halbe Stunde verkürzen könne. Aktuell erreicht der dort verkehrende Zug eine Geschwindigkeit von 350 Kilometern pro Stunde.

Auch Wuhan, die Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei, plant eine Magnetschwebebahn. Die China Railway Siyuan Survey und Design Group, eine Tochtergesellschaft der China Railway Construction Corp mit Sitz in der Stadt, beginnen im nächsten Jahr mit dem Bau der Strecke, wie Nachrichten berichten.

Ein von der China Academy of Engineering geführtes Team führt derzeit eine Machbarkeitsstudie für eine Hochgeschwindigkeits-Magnetschwebebahn im Großraum Guangdong-Hongkong-Macao mit einer geplanten Höchstgeschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde durch, wie He Huawu, Vizepräsident der Akademie, im Juli auf der Welttransportkonvention 2019 in Beijiing verkündet hatte.

Jia Limin, Professor an der Beijing Jiaotong University und Leiter des chinesischen Innovationsprogramms für Hochgeschwindigkeitszüge, sagte: „Magnetschwebebahn ist die Zukunft der ultraschnellen Züge, da es schnell, sicher, zuverlässig und wartungsarm ist.“

Weiter sagte Jia: „Sie kann die Dienstleistungslücke zwischen dem Hochgeschwindigkeitsnetz und der Luftfahrt schließen, was den Talentfluss in den benachbarten Provinzen und sogar im ganzen Land weiter ankurbeln und so das regionale Wirtschaftswachstum und Wohlstand fördern wird."

China hat konsequente Fortschritte bei der Entwicklung von Magnetschwebetechnologien und bedeutende Durchbrüche in den Bereichen Forschung und Technik erzielt.

Auf einer 30 Kilometer langen Strecke zwischen der Innenstadt von Shanghai und dem Flughafen Pudong wurde 2006 der Shanghai Maglev Train mit deutscher Technologie in Betrieb genommen. Die Bahn verkehr normalerweise mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern pro Stunde.

„China hat vor mehr als einem Jahrzehnt seine erste Magnetschwebebahn in Betrieb genommen, sich jedoch seitdem auf die konventionelle Hochgeschwindigkeitsbahn konzentriert, da sie zu der Zeit durch viele kritische Technologien aufgehalten wurde", sagte Sun Zhang, Bahnspezialist und Professor an der Tongji-Universität in Shanghai .

„Aber wir haben von den fortschrittlichen Technologien aus dem Ausland gelernt, diese verdaut und absorbiert. Letztlich haben wir in den letzten Jahren unsere eigenen Innovationen entwickelt und schließlich die technologische Basis für einen technischen Prototyp gelegt."

Eine Reihe von technischen Standards für Magnetschwebebahnen, die von der National Railway Administration veröffentlicht wurden, werden ab dem 1. Januar probeweise implementiert.